Österreichische und deutsche Anleger haben sich in den vergangenen Jahren als eher skeptisch erwiesen, wenn es um die Geldanlage in Aktien geht.  Doch scheint hier eine Trendwende zu beginnen, auch in Deutschland entscheiden sich mehr und mehr Kleinanleger für die renditeträchtige Investition in Aktien (Quelle: capital.de). Wer sich ein Aktiendepot anlegt, kann sofort damit beginnen, mit dem Aktienhandel Geld zu verdienen. Doch dafür benötigt man einen Aktienbroker und die Suche nach eben jenem sollte durch eine ausführliche Recherche und durch einen Vergleich der zahlreichen Anbieter fundiert werden, da sonst die angebotenen Serviceleistungen sowie die Kontogebühren einen Anleger enttäuschen können. Eine schöne Übersicht für den Start findet man hier auf handelsblatt.com. Laut handelsblatt.com könnte die Wahl von Donald Trump zum Bundespräsidenten von Amerika den Aktienmärkten auch noch weiter Aufschwung geben. Doch fangen wir von vorne an:

Was ist eine Aktie und wie kauft bzw. verkauft man diese?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wienerboerste.at  und investor-verlag.de haben dazu ein paar sehr hilfreiche Erklärungen verfasst.

Aktien sind Unternehmensanteile einer Aktiengesellschaft. Kauft man eine Aktie, besitzt man einen kleinen Teil des Unternehmens. Mit der Aktie lässt sich dann handeln, dass heißt man kann Sie kaufen und wieder verkaufen. Für private Aktienkäufer ist vor allem wichtig, dass der Kurs langfristig steigt und dass es jedes Jahr eine Beteiligung am Gewinn der Firma gibt (sogenannte Dividende). Früher bekam man die Aktie in Form eines Papierzettels, heute ist es ein digitales Depot auf der Bank (beim Broker). Man kann die Aktie selbst über ein Depot bei der Direktbank kaufen oder einen Aktienbroker beauftragen. Das kann auch ein entsprechender Bankangestellter sein. Natürlich muss man mit Gebühren rechnen, wenn man nicht selbst handelt, sondern es erledigen lässt.

Direktbank oder regionale Bank als Aktienbroker nutzen

Ein Test der Stiftung Warentest hat unlängst ergeben, dass durch die Auswahl eines falschen Gebührenmodells eines Aktienbrokers unnötige Ausgaben im fast vierstelligen Bereich pro Jahr anfallen können. Angesichts der niedrigen Zinsen derzeit sollten Anleger derartige Posten vermeiden. Wer sich für die Geldanlage in Aktien entscheidet, kann entweder bei seiner regionalen Bankfiliale ein Depot eröffnen oder aber eine Direktbank wählen. In diesem Fall verzichtet er auf einen vor Ort erreichbaren Gesprächspartner, kann aber von weitaus niedrigeren Kosten für das eigene Aktiendepot profitieren.

Die Kosten für ein Aktiendepot richten sich nach ganz verschiedenen Parametern. So wird bei einigen Anbietern zunächst keine Gebühr berechnet, wenn ein gewisses Mindeststartkapital eingezahlt wird. Andere Broker berechnen eine Flatrate, nach deren Bezahlungen sämtliche Orders für einen gewissen Zeitraum bezahlt sind. Anderswo dagegen muss jede Order einzeln nach bestimmten Tarifen bezahlt werden – für nur einige Aufträge im Monat stellen möchte, für den könnte ein solches Gebührenmodell durchaus interessant sein.

Vorgehensweise

Finanzen.net bietet eine gute Schrit für Schritt Anleitung für den ersten Aktienkauf:

  1. Depot für den Aktienkauf und Wertpapierhandel anlegen
  2. Anlageziel definieren – noch vor dem ersten Aktienkauf
  3. Wertpapierdepot zusammenstellen
  4. Aktienkauf: Vorher ausführlich informieren und am Ball bleiben
  5. Vermeiden Sie den größten Anfängerfehler beim Wertpapierhandel
  6. Aktien kaufen – die Wahl des passenden Handelsplatzes
  7. Aktien und spekulative Wertpapiere beobachten
  8. Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen
  9. Setzen Sie auch auf Fonds und passive Investments

Das sollte man nicht machen!

Welt.de listet zehn große Fehler beim Aktienkauf auf:

  1. Kurzfristiges Denken
  2. Zwischen Furcht und Gier
  3. Flucht in sichere Häfen
  4. Vertraute Anlagen bevorzugen
  5. Eigene Fähigkeiten überschätzen
  6. Nachrichten verzerrt wahrnehmen
  7. Vergangenes falsch bewerten
  8. Häufiges Umschichten
  9. Verlierer nachkaufen, Gewinner abstoßen
  10. Reine Renditeorientierung

Wer kann Aktionär werden und wie viel Geld benötigt man?

Jeder der etwas Geld und etwas Börsen-Know-How hat, kann Aktionär werden. Grundsätzlich sollte man sich jedoch zu Beginn von einem Profi oder Aktienbroker beraten lassen. Dieser weiß, wie viel man bei welchem vorhandenen Budget in welche Aktien investieren sollte. Zu beachten ist auch, dass sich sehr kleine Beträge aufgrund der Bankspesen nicht lohnen können. Welche Aktie die richtige ist, kann man im Vorhinein nicht wirklich sagen. Es gibt allerdings viele Modelle welche Kursverläufe analysieren und nach denen man Ein- und Verkaufen kann.

Den eigenen Finanzierungsplan mit den Leistungen des Brokers abstimmen

Die Auswahl eines passenden Brokers muss sich daher am eigenen Investitionsvorhaben orientieren, und auch deswegen ist es wichtig, dass man als Anleger frühzeitig einige Eckdaten für den eigenen Sparplan ausformuliert – soll beispielsweise die Geldanlage zum Zweck der Altersvorsorge stattfinden? Oder sollen recht geringe Beiträge in risikofreudigen Strategien investiert werden, um kurzfristig beispielsweise das Urlaubsbudget zu erhöhen?

Wer sich darüber im Klaren ist, welche Investitionsziele er hat und mit welchem Finanzierungsplan er diese durch den Aktienhandel erreichen möchte, kann die unterschiedlichen Anbieter für Aktiendepots gemäß der individuellen Wünsche vergleichen und so den passenden Anbieter von den dutzend auf dem deutschen Markt aktiven Banken ermitteln. Einige Broker beispielsweise verkaufen Aktien der deutschen Börsen zu sehr günstigen Preisen, während ausländische Märkte nicht in erster Linie zu ihrem Portfolio gehören. Selbes gilt auch für Investment-Fonds zur Altersvorsorge – einige Broker haben sich eher auf diesen Bereich spezialisiert als andere, und um den passenden Broker für das eigene Aktiendepot zu finden, sollte man derartige Begebenheiten einkalkulieren.

Anlegerschutz in Deutschland und dem EU-Ausland

In einer Sache müssen sich Anleger bei der Auswahl eines Depots wenig Sorgen machen: Sollte das entsprechende Kreditinstitut seinen Sitz in Deutschland oder im EU-Ausland haben, profitieren Anleger vom hierzulande gültigen Anlegerschutz und können davon ausgehen, dass hiesige Sicherheitsstandards eingehalten werden. Dies gilt im Bereich der Online-Broker auch für die Finanzgeschäfte via Online-Banking, die in diesem Fall höchste Erfordernisse des Datenschutzes erfüllen.

Quellen und weitere Informationen:

wienerboerse.at – Lehrgang zum Börsenhändler

trend.at – Vergleich der Services

investor-verlag.de – 10 Tipps für Einsteiger