Was verdient ein Richter? Sie sind dafür zuständig, Urteile für verübte Straftaten und Lösungen für rechtliche Konflikte zu finden. Mit Eintritt in diesen Beruf gelten sie als Beamte, da es keine Alternative zum öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis gibt. Damit ist auch das Gehaltsschema vorgegeben. Inmitten des öffentlichen Dienstes sind sie im Gegensatz zu vielen anderen Bundesbediensteten allerdings weder absetzbar, noch versetzbar, noch weisungsabhängig.

 

Während das Durchschnittsalter bei rund 36 Jahren liegt, übersteigt der Frauenanteil dieser Berufsgruppe den der Männer geringfügig. Mit knapp 53% liegen die Damen in Führung, wodurch das Berufsbild des Richters mit dem des Lehrers zu jenen mit einem ausgewogenen Geschlechtsverhältnis gehört. Aber wie viel verdienen Österreichs Richter und Richterinnen eigentlich?

Gehalt: Wie viel verdient ein Richter?

In ganz Österreich sind ungefähr 3.000 Beamte als Richter tätig. Nur knapp 11% davon befinden sich in Teilzeitbeschäftigung. Das Einkommen differiert während der gesamten beruflichen Laufbahn stark und ist mitunter auch abhängig davon, in welchem Bereich die Tätigkeit ausgeübt wird.

Durchschnittlich gibt es für Richter einen monatlichen Bruttoverdienst zwischen 2.730 und 4.500 € bei vorhandener Berufserfahrung. Das Einstiegsgehalt hingegen beläuft sich auf rund 2.600 € brutto.

Nur drei Positionen erhalten ein von vornherein staatlich festgelegtes Gehalt:

  • Der Präsident des Oberlandesgerichts erhält monatlich 11.813,50 € brutto.
  • Den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs erwarten monatlich 11.770,30 € brutto.
  • Und der Präsident des Obersten Gerichtshofs verdient 11.987,40 € brutto.

Im Laufe der Dienstjahre finden verschiedene Gehaltssprünge statt. Ein Viertel der gesamten Berufsgruppe hat jährlich weniger als 60.014 € brutto am Lohnzettel. Das mittlere Einkommen liegt bei 83.397 € brutto jährlich, während ein Viertel aller Anwälte mit 99.410 € brutto im Jahr das höchste Salär erzielt.

Umgerechnet durch den Brutto Netto Rechner ergibt das einen monatlichen Nettolohn von zumindest 2.635,83 € bis hin zu 4.110,01 €.

Gehaltsstufe bestimmt den Verdienst

Während wie erwähnt für drei Positionen fixe Gehälter vorgesehen sind, definiert sich das Gehaltsschema der restlichen Richter über die bestehende Gehaltsstufe. Der Webseite des Rechtsinformationssystems des Bundes ist zu entnehmen, dass es insgesamt neun verschiedene Gehaltsstufen und hierbei zwischen drei bis fünf verschiedene Gehaltsgruppen gibt.

Wie auch bei Polizisten besteht bei den Richtern eine solche Aufschlüsselung, da sie sich im öffentlichen Dienst befinden.

Übrigens: Hier geht es zu den Gehältern des österreichischen Bundeskanzlers, des Bundespräsidenten,der Bürgermeister, Polizisten, Ärzte, Lehrer, Piloten, Stewardessen, Richter, Kindergärtnerinnen, Hebammen und Zahnärzte