Was verdient eine Hebamme? Menschen in diesem Beruf unterstützen Schwangere und arbeiten dabei häufig mit medizinischem Personal zusammen. Egal ob Hausgeburt oder Kreißsaal – neben der eigentlichen Geburtsbegleitung, kümmern sich Hebammen auch um Geburtsvorbereitung und Nachbetreuung von Mutter und Kind.Gehalt einer Hebamme

Beim Beruf „Hebamme“ handelt es sich um einen selten ausgeübten Beruf (2016 gab es in Österreich nur 2.200 Hebammen), der meist von Frauen ausgeübt wird. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Hebammen immer stärker, was lange Wartezeiten zur Folge hat. Viele Eltern verzweifeln dabei, eine passende Geburtsbegleitung zu finden. Gleichzeitig ist der Beruf in puncto Gehalt wenig attraktiv, was von Branchenverbänden wie z.B. dem österreichischen Hebammengremium, kritisiert wird.

Gehalt von Geburtshelfern: Wie viel verdient eine Hebamme?

In Bezug auf den Verdienst deckt sich das Gehalt der Hebamme sehr stark mit anderen Pflegeberufen. Zwischen 2.029 € und 3.382 € brutto monatlich kann man in der Regel verdienen. Hinzu kommen noch Zuschläge für Feiertage, Wochenenden, Nachtschichten und auch den Bereitschaftsdienst. Die Zahl der Geburten pro Hebamme ist stark gestiegen, weswegen der Stressfaktor im Job hoch und das Gehalt daher gering erscheinen.

Anders sieht es theoretisch bei jenen Geburtshelferinnen aus, die sich selbständig machen und hier entweder Stundensätze anberaumen oder sich ihre Leistungen mit einem Pauschalpreis vergüten lassen. Im Großen und Ganzen sind sie allerdings an die festgesetzten Tagessätze der Krankenkassen gebunden. Hinzukommt, dass sie von Gesetzes wegen zwischen 3.689 und 4.611,25 € jährlich an ihre Berufshaftpflichtversicherung bezahlen müssen. Neben lukrativeren Verdienstmöglichkeiten warten somit in der Selbständigkeit auch große Hürden.

Ein Unterschied im monatlichen Gehalt zeichnet sich vor allem beim Ort der Berufsausübung ab:

  • In privaten Praxen besteht ein Mindestlohn in Höhe von 1.470 € brutto monatlich. Der Arbeitgeber ist hier nicht an den allgemeingültigen Tarif gebunden und bezahlt meist weniger, als in der Branche sonst üblich wäre.
  • Im öffentlichen Dienst sieht das wieder anders aus. Bei Berufseinstieg erhält eine Hebamme im Schnitt zwischen 2.000 € und 2.400 € brutto monatlich. Nach einigen Jahren Berufserfahrung steigert sich diese Summe auf bis zu 2.800 €.

Mithilfe des Gehaltsrechners ergibt sich damit ein monatlicher Netto-Lohn von bis zu 1.908,32 € netto.

Mit der Berufserfahrung steigt das Gehalt

Anders, als in vielen weiteren Berufen, besteht bei der Hebamme nicht die Möglichkeit, durch Fortbildungsmaßnahmen das Gehalt zu erhöhen. Nur durch einen kollektivvertraglich geregelten Sprung ist die Chance auf einen steigenden Lohn gegeben. Mit anderen Worten ist die Berufserfahrung dafür ausschlaggebend, wie viel eine Hebamme verdient.

Beim Einstiegsgehalt verhält es sich ähnlich. Denn je höher der vorliegende Bildungsgrad ausfällt, umso besser sehen auch die Verdienstmöglichkeiten aus.

Übrigens: Hier geht es zu den Gehältern des österreichischen Bundeskanzlers, des Bundespräsidenten,der Bürgermeister, Polizisten, Ärzte, Richter, Piloten, Stewardessen, Lehrer, Zahnärzten und Kindergärtnerinnen.