Der eigene Haushalt drückt meist ordentlich aufs Budget. Wer nicht gerade im Hotel Mama residiert, muss monatlich Ausgaben für Miete, Immobilienkredit, Betriebskosten oder Sanierungen einplanen. Viele Kostentreiber schlagen heimlich zu Buche – und genau da können Sie sparen. Wir verraten 5 wirksame Tipps für geringere Kosten im Haushalt.

Kosten reduzieren im Haushalt

Der (unvermeidliche) Fixkostencheck

Bevor es den Kosten an den Kragen geht, müssen Sie Ihre Fixkosten erheben. Dieser erste Schritt mag quälend erscheinen – schließlich sammelt und strukturiert kaum jemand gerne Rechnungen. Die erfreulichen Ergebnisse sprechen aber meist für sich. Ist der Überblick erst einmal vorhanden, lassen sich zahlreiche Kostenpositionen im Haushalt effektiv reduzieren oder sogar komplett eliminieren.

Der Fixkostencheck sollte mit einem Blick auf das eigene Bankkonto beginnen. Erheben Sie sämtliche Ausgaben für die vergangenen 365 Tage und drucken Sie diese entweder aus oder exportieren Sie die Positionen als PDF oder Excel-Datei.

Im nächsten Schritt markieren Sie jene Ausgaben, die Ihren Haushalt betreffen. Das können Kreditraten genauso sein wie Fixkosten für den monatlichen Betrieb Ihrer Immobilie (Strom, Heizung, Internet), Ausgaben zur Erhaltung oder Versicherungen.

Kalkulieren Sie anschließend Ihre monatliche Belastung sortiert nach diesen Kategorien. Die monatlichen Kosten für Ihren Haushalt sind zwar jetzt noch nicht gesunken aber immerhin strukturiert.

Wie aber lassen sich diese Ausgaben rasch senken? Hier sind unsere 5 Tipps, mit denen Sie sofort starten loslegen.

5 Tipps zum Kosten sparen im Haushalt

Kostenersparnis bei älteren Gebäuden
Bei älteren Immobilien kann besonders viel eingespart werden.
  1. Es werde (LED) Licht: Eine einfache Methode, um Stromkosten zu senken, ist der Umstieg auf energiesparende Lichtquellen. Viele ältere Haushalte setzen noch nicht auf die LED-Technologie. Zudem gibt es nach wie vor Skeptiker, die meinen, LED-Licht sei zu teuer oder die Lichtfarbe unangenehm. Beides ist mittlerweile nicht mehr der Fall. Bei 6h Brenndauer pro Tag, können sie mit einer LED-Lampe gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne in 5 Jahren fast 100 Euro einsparen. Pro Lampe wohlgemerkt.
  2. Raus aus der Abofalle: Laufen Netflix, Spotify, Amazon Prime, Apple Music und wie sie alle heißen parallel? Dann haben Sie den nächsten Kostentreiber entdeckt, wo Sie effektiv im Haushalt sparen können. Meist tut es ein solider Streaming-Service für die ganze Familie.
  3. Weg mit alten Tarifen: Wann haben Sie sich zuletzt mit ihrem Smartphone- und Internetdienstleister auseinandergesetzt? Meist liegt das schon ein Weilchen zurück und Sie sind längst über der Mindestvertragsdauer. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass bereits ein günstigerer Tarif verfügbar ist. Obendrein gibt es möglicherweise ein Gratis-Gerät dazu. Suchen Sie einfach mal die alten Verträge und rufen Sie die Support-Hotline an, um sich über günstigere Optionen zu informieren. Spielt der aktuelle Provider nicht mit, können Sie durchaus wechseln.
  4. Sanierung rechnet sich: Eigenheimbesitzer sollten regelmäßig an die Instandhaltung ihrer Immobilie denken. Heizen Sie ihr Geld nicht beim Fenster hinaus – und auch nicht bei der Haustüre oder beim Garagentor. Neben niedrigeren Heizkosten, ist auch im Sommer die Innentemperatur nicht zu hohen Schwankungen ausgesetzt. Zusätzlich sind gut isolierte Fenster, Türen und Garagentore durch den niedrigeren Heizbedarf ein positiver Beitrag zum Klimaschutz. Mit guten isolierten bzw. renovierten Garagentoren beispielsweise können Sie nachhaltig sparen. Wenn die Rücklagen zu dünn für eine derartige Maßnahme erscheinen, informieren Sie sich unbedingt über entsprechende Fördermöglichkeiten.
  5. Vergleichen und wechseln: Egal ob es nun um Energiekosten oder die Versicherung geht. Zahlreiche Vergleichsportale im Internet bieten mittlerweile eine einfache Möglichkeit Tarife zu überprüfen und automatisch den Anbieter zu wechseln. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Märkte geöffnet, wodurch Ihre Abhängigkeit von Monopolisten der Geschichte angehört. Seinen Stromtarif sollte man übrigens alle 2 Jahre prüfen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln – nur so ist es möglich, regelmäßig von Neu- oder Bestandskundenaktionen (z.B. gratis Strommonate) zu profitieren.

So viel Monat, so wenig Geld

Wenn Sie unsere Tipps beherzigen, sollte dieser Zustand der Vergangenheit angehören. Natürlich gibt es auch abseits Ihres Haushalts enormes Einsparungspotenzial. Die zu Beginn erwähnte Fixkostenaufstellung sollte auf alle Lebensbereiche ausgedehnt werden, um unnötige Kosten dauerhaft zu vermeiden.