Brutto / Netto Monatslohn für Praktikanten

Pauschal kann man das Gehalt für Praktikanten leider nicht definieren. Gang und gebe ist es jedoch leider immer noch, dass man als Praktikant überhaupt keinen Lohn bekommt! „Handelt es sich dabei um ein Pflichtpraktikum, so besteht laut Gesetzgeber kein Anspruch auf Gehalt im Praktikum. „, schreibt Luise Köhler auf praktikum.info. Da sich dies etabliert hat, arbeiten jährlich tausende Praktikanten in Österreich, ohne dafür belohnt zu werden. Meist bleibt es dabei auch nicht bei 38,5 oder 40 Stunden pro Woche, sondern Praktikanten werden häufig ausgenutzt und arbeiten weit länger. 

Aktuell gibt es zum Thema „Praktikum“ auch den Bericht „Leiden für den Lebenslauf“ auf orf.athttp://orf.at/stories/2207911/2207913/

0€, 400€, 700€ oder volles Gehalt von 1500€ Netto?

Wer jemandem nichts für das Praktikum bezahlt, muss auch damit rechnen, dass die Motivation des Praktikanten mit der Dauer des Praktikums abnimmt. Ohne Belohnung mehrere Wochen zu arbeiten, spricht einfach gegen jegliche Sinnhaftigkeit. Man sollte sich unbedingt vorher überlegen, welche Kosten während des Praktikums anfallen werden und das Praktikantengehalt sollte mindestens diese Fixkosten decken. Beispiel:

  • 300€ Wohnkosten
  • 100€ Fahrtkosten
  • 150€ Lebensmittel
  • 150€ Bekleidung und Sonstiges

In diesem Falle sollten mindestens 700€ Netto für das Praktikum angepeilt werden.  Der Brutto Netto Lohnrechner verrät uns, dass man im Brutto bei etwa 800-850€ ansetzen sollte. Ganz klar hängt die Höhe des Gehalts der Praktikanten jedoch auch von der Art der Tatigkeit und dem Bildungsgrad aus. So ist ein Praktikum im Zuge einer HTL oder HAK üblicherweise weniger stark bezahlt, als ein Praktikum im Zuge eines Hochschulstudiums an einer UNI oder FH.

Was muss man beim Praktikum beachten?

Glücklicherweise sind aber nicht alle Praktikantenstellen gleich. Um ein Praktikum im Nachhinein nicht zu bereuen, ist die richtige Auswahl des Praktikumsplatzes ein Schlüssel zum Erfolg.  Gute Tipps zum Praktikum findet man dazu auf der Seite der Arbeiterkammer (http://www.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/schule/Praktikum.html). Die wichtigsten Punkte:

  • Die wichtigsten Punkte wie Arbeitszeit, Tätigkeit und Gehalt im Arbeitsvertrag schriftlich vereinbaren sowie die Kollektivvertrags-Zugehörigkeit des Betriebes abklären.
  • Achtung: Überstunden für Jugendliche unter 18 Jahren sind nicht erlaubt.
  • Genaue Tätigkeitsaufzeichnungen und Zeitaufzeichnungen führen und aufbewahren, um – wenn nötig – die Art und Dauer des Arbeitseinsatzes nachweisen zu können.
  • Unrichtige Arbeitszeitaufzeichnungen nicht unterschreiben!
  • Der Arbeitgeber muss (Pflicht-) PraktikantInnen vor Antritt des Dienst- bzw. Ausbildungsverhältnisses bei der Gebietskrankenkasse anmelden und ihm/ihr umgehend eine Abschrift dieser Anmeldung aushändigen.
  • Keine – meist klein gedruckte – Verzichtserklärung unterschreiben!
  • Wenn zustehendes Entgelt bei einem Dienstverhältnis nicht ausbezahlt wurde soll der Arbeitgeber umgehend und schriftlich zur Nachzahlung aufgefordert werden. Vorsicht: Wer zu lange wartet, kann aufgrund von Verfallsbestimmungen Geld verlieren.
  • Wenn Lohnsteuer abgezogen wurde, obwohl keine Lohnsteuerpflicht vorliegt, kann diese innerhalb der nächsten fünf Jahre mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung vom Finanzamt zurückverlangt werden.
  • Wenn es zu Problemen kommt, so ist es sinnvoll, umgehend mit dem Betriebsrat des Betriebs, mit der zuständigen Fachgewerkschaft oder Arbeiterkammer Kontakt aufzunehmen.

Der Superpraktikant / die Superpraktikantin

2009 startete die ÖVP unter Pröll die AKtion „der Superpraktikant“. Details von superpraktikant.at:

Die Bewerbung (3. November – 11. Dezember 2009)

Du hast ab 3. November die Möglichkeit, Dich mit Deinem Beitrag für das einwöchige Praktikum bei Josef Pröll zu bewerben. Jene 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bis zur Deadline am 11. Dezember um 23:59 Uhr die meisten Stimmen haben, steigen in die zweite Runde auf.

Das Voting (12. Dezember – 15. Jänner 2010)

Von den 100 Bewerberinnen und Bewerbern, die es in die zweite Runde geschafft haben, kommen die fünf stimmenstärksten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die große Final-Show am 21. Jänner 2010. Nach dem Motto „Neues Spiel, neues Glück“ werden, wie bei einer Stichwahl üblich, für alle Top100 die gleichen Startvoraussetzungen geschaffen. Daher stellen wir die Stimmen all jener, die in die Top 100 gelangt sind, auf 0 und das Rennen geht von vorne los.

Du kannst von 12. Dezember bis 15. Jänner 2010 Deine Lieblings-Kandidatin/Deinen Lieblingskandidaten unterstützen und ihr/ihm Deine Stimme geben. Bist Du eine/r dieser 100, die noch im Rennen sind, dann kannst Du Deinen persönlichen Wahlkampf starten und die Jagd auf Wählerstimmen eröffnen. Wie Du andere davon überzeugst, für Dich zu stimmen, bleibt allein Dir überlassen, es sind keine Grenzen gesetzt.

Am 15. Jänner um Punkt 23:59 Uhr schließt das „elektronische Wahllokal“. Kurze Zeit später steht das Wahlergebnis fest und es wird bekannt gegeben, welche fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der großen Final-Show am 21. Jänner 2010 dabei sein werden.

Die große Final-Show (21. Jänner 2010)

Der Tag der Entscheidung: Die fünf Kandidatinnen und Kandidaten müssen schwierige (und auch lustige) Aufgaben meistern, die von einer Promi-Jury bestehend aus Josef Pröll und jeweils einem Vertreter der Medienkooperations-Partner bewertet werden.

Wer das Publikum und die Jury am meisten überzeugt, startet einige Tage später in eine der aufregendsten Wochen ihres/seines Lebens.

Das Praktikum (25.-29. Jänner 2010)

Jetzt geht’s los: An der Seite von Josef Pröll erlebst Du Politik hautnah. Du begleitest den ÖVP-Chef und Finanzminister überall dorthin, wo Politik passiert. Ins Parlament, am Weg zum Ministerrat, zu wichtigen Medienauftritten und Terminen. Beim Wiener Jägerball und beim Nachtslalom in Schladming bist du als V.I.P. an der Seite von Josef Pröll live dabei. Für Unterkunft und Verpflegung wird in der Zeit des Praktikums natürlich gesorgt.

Anschließend: 1 Woche Urlaub

Weil eine Woche Politik alles andere als Erholung ist, gibt’s im Anschluss 1 Woche Winter-Urlaub für 2 Personen im ersten Designerhotel Ischgls, inklusive Anreise mit den ÖBB (plus Shuttle ab Innsbruck), Halbpension, 6-Tage-Skipass für die Skiarena Ischgl/Samnaun. Damit die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, gibt’s 500 Euro Urlaubsgeld!

Kritik zum „Superpraktikant“

Die Aktion der ÖVP zum Superpraktikant wurde aus verschiedenen Gesichtspunkten kritisiert. Einerseits bekam der Praktikant kein Gehalt, sondern nur ein Urlaubsgeld für den anschließenden Urlaub in Höhe von 500€. Zusätzlich war es auch ein Gender-Thema, was bei der Neuauflage aus „Der Superpraktikant“ die „Superpraktikantin“ machte.

Quellen und weitere Infos: