Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft! Einige wichtige Informationen zu diesem spannenden Thema finden Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Schwangerschaft

Mutter-Kind-Pass

Sobald Sie eine Schwangerschaft vermuten, sollten Sie ehestmöglich Ihren Gynäkologen aufsuchen, um dies abzuklären. Wird tatsächlich bestätigt, dass Sie schwanger sind, wird Ihnen ein Mutter-Kind-Pass ausgestellt, auf dem alle wichtigen Daten und Termine für ärztliche Untersuchung in der Schwangerschaft und in den ersten vier Lebensjahren des Kindes festgehalten werden. Die erste Untersuchung muss bis zum Ende der 16. Schwangerschaftswoche stattfinden.

Entwicklung

Schwangerschaft

Quelle: Bigstockphoto.com

Damit sich das Baby richtig entwickeln kann, muss es 9 Monate im Bauch der Mutter verbringen und dort vor sich hin wachsen.

Als erstes Trimester bzw. Schwangerschaftsdrittel werden die ersten 12 Wochen in der Schwangerschaft bezeichnet. In diesen Wochen entwickeln sich erste Zellansammlungen, die sich zu den Organen weiterentwickeln. Das kleine Herz beginnt bereits mit 120 bis 160 Schlägen pro Minute zu schlagen, während das Baby bis zu 5cm groß sein kann.
Der Bauch der Mutter kann sich mit dem Wachsen bis zum Ende des ersten Trimesters Zeit lassen.

Im zweiten Trimester sind die lebenswichtigen Organe bereits fertig ausgebildet und das Baby wächst auf ca. 19cm heran. Außerdem entwickeln sich die Geschlechtsorgane weiter und das Baby beginnt sich zu bewegen und zu treten.

Im Zuge des dritten Trimesters reift das Gehirn heran, infolgedessen werden auch die Schädelknochen härter, damit dem Gehirn nichts passieren kann. Das Baby sucht sich auch die gemütlichste Position, welche meist die übliche Embryonalhaltung ist, da es im Bauch der Mutter nicht mehr ganz so viel Platz hat. Kurz vor der Entbindung ist das Baby normalerweise zwischen 48cm und 54 cm groß und wiegt zwischen 2800g und 4000g.

Entwicklung des Babys

Entwicklung des Babys

Mutterschutz

Sobald die werdende Mutter dem Arbeitgeber mitgeteilt hat, dass sie ein Kind erwartet, gelten die rechtlichen Bestimmungen für den Mutterschutz. Mehr Informationen dazu können Sie hier nachlesen.

Freistellung des Vaters bei der Geburt

Wer Nachwuchs erwartet, weiß, dass dies mit vielen Behördengängen verbunden ist. Einfacher ist es daher, wenn der Vater sich von der Arbeit beurlauben lassen kann, um nicht nur Zeit mit dem neuen Erdenbürger zu verbringen, sondern auch um einige Behördengänge zu erledigen. Doch wie verhält es sich mit der Freistellung für den Vater?

Sonderurlaub für den Vater anlässlich der Geburt

In den meisten Kollektivverträgen ist es üblich, dass dem Vater aufgrund der Geburt seines Kindes eine Freistellung mit Fortzahlung des Entgeltes gewährleistet wird. Dabei gibt es keine einheitliche Regelung und es hängt vom jeweiligen Kollektivvertrag ab.

Nach §8 Abs 3 AngG kann ein Angestellter wegen der Geburt eine Freistellung mit Fortzahlung des Entgeltes in Anspruch nehmen. Damit die Freistellung begründet ist, kann beispielsweise angegeben werden, dass die Gattin oder Lebensgefährtin ins Spital zur Entbindung begleitet wird. Wurde in dem Kollektivvertrag die Freistellungsdauer geregelt, heißt das nur, dass dies ein Mindestmaß an freien Tagen ist. Wird eine längere Freistellung benötigt, muss diese gewährt werden.

Doch auch, wenn ein Kind bereits im gemeinsamen Haushalt lebt und normalerweise durch die Mutter betreut wird, ist es dem Vater möglich eine Betreuungsfreistellung zu beantragen, wenn die Mutter zur Entbindung ins Spital muss. Somit kann er das bereits vorhandene Kind betreuen. Dabei besteht der Anspruch bis zum Höchstmaß der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit. Dies heißt, dass bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden Anspruch auf 30 Stunden Betreuungsfreistellung pro Arbeitsjahr besteht.

Freistellungsanspruch nach der Entbindung

In der Zeit, in der die Mutter und das neugeborene Kind im Spital sind, besteht kein Anspruch auf eine Pflegefreistellung. Lediglich dann, wenn ein vorhandenes Kind im gemeinsamen Haushalt lebt, kann eine Betreuungsfreistellung beantragt werden.

Ist die Mutter mit dem Neugeborenen zu Hause und ist nicht in der Lage, das Baby alleine zu versorgen, kann der Kindsvater eine Betreuungsfreistallung beantragen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn ein gemeinsamer Haushalt besteht und wenn ein ärztliches Attest vorliegt, dass die Mutter das Neugeborene nicht alleine versorgen kann. Auch hier besteht der Anspruch bis zum Höchstmaß der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit.

Wurde das Kind per Kaiserschnitt geboren und die Mutter ist nach der Geburt noch pflegebedürftig, kann der Vater eine Pflegefreistellung beantragen. Auch dies gilt nur, wenn ein gemeinsamer Haushalt besteht und wird an der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit festgemacht.

Pflegefreistellung nach Karenz und Mutterschutz

Auch nach der Karenz und dem Mutterschutz haben Vater sowie Mutter Anspruch auf eine Pflegefreistellung. Dabei müssen beide im gleichen Haushalt mit dem Kind leben und berufstätig sein. Wird ein Kind krank, kann eine Pflegefreistellung beantragt werden, wenn das Kind das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat und stationär aufgenommen werden muss. Hierbei wird wieder die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit zum Maß genommen.

Natürlich werden Kinder nicht nur einmal krank. Eine weitere Pflegefreistellung kann gewährt werden, wenn das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht hat und erneut krank wird. Dabei kann auch eine Pflegefreistellung beantragt werden, wenn der Elternteil nicht mit dem Pflege-, Wahl- oder leiblichen Kind im gemeinsamen Haushalt lebt, damit das Kind gut versorgt ist.

Karenz

Die Karenz schließt direkt an den Mutterschutz an, außerdem kann auch der Vater diese beanspruchen. Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie hier weiterlesen.

Kosten und Kredite für die Schwangerschaft

Neues Leben zu schenken ist immer eine gute Nachricht. Doch leider ist nichts im Leben umsonst und dieser Grundsatz gilt auch für die Schwangerschaft. Die Belastung kann in dieser Situation sogar doppelt schwer ausfallen. Zum einen verringert sich das Einkommen durch die Schwangerschaft und gleichzeitig entstehen verschiedene Kosten, die durchaus den Bedarf nach einer Finanzierung begründen können.

Gerade in der Schwangerschaft sollte nicht gespart werden. Jede Vorsorge und Vorbereitung dient immerhin dem zukünftigen Familienglück.

potenzielle Kosten der Schwangerschaft

Natürlich liegt es im Ermessen der Schwangeren und der Familie, welche Angebote genutzt werden, aber diese Aufstellung und die entsprechenden Summen zeigen, dass dieser Lebensabschnitt sehr teuer werden kann.

KostenGünstigDurchschnittHochwertig / Teuer
Geburtsvorbereitungskurs100 Euro120 Euro150 Euro
Schwangerschaftsgymnastik7 Euro / h10 Euro / h15 Euro / h
Extra Ultraschall50 Euro100 Euro200 Euro
Nahrungsergänzungsmittel10 Euro / St.20 Euro / St.30 Euro / St.
Privatkrankenhaus2.000 Euro3.000 Euro4.500 Euro
Summe mit Zahl 202.490 Euro3.820 Euro5.750 Euro

Natürlich kommt die Krankenkasse für die wichtigsten Leistungen der Schwangerschaft auf. Aber wenn es mehr als drei Ultraschall-Untersuchungen sein sollen, muss auch selbst gezahlt werden, wie eben auch bei den anderen Zusatzleistungen in dieser Liste. So kann eine Schwangerschaft schnell 2.500 Euro und mehr kosten und damit ist das Kinderzimmer (verlinken) noch gar nicht eingerichtet.

Kredit für die Schwangerschaft

Gerade da in den letzten Schwangerschaftsmonaten auch Einkommen entfällt und das eigene Kind den bestmöglichen Start in diese gefährliche Welt haben soll, kann sich ein kleines Zusatzdarlehen als kluge Entscheidung herausstellen. Viele Kreditgeber sind mittlerweile auch bereit eine dementsprechende Finanzierung anzubieten.

Steuerliche Vorteile für Familien

Wer Kinder hat, weiß genau, welchen Summen diese verschlingen. Dabei ist die Familienbeihilfe oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein und reicht wenn überhaupt gerade einmal für das Nötigste. Doch Familien können natürlich noch mehr durch die Steuervorteile profitieren. Die Absetzbeiträge, die die Lohnsteuer verringern, sind ebenso wichtig wie der Kinderfreibetrag oder die Betreuungs- und Ausbildungskosten, die die Familien geltend machen können. Auch Familien mit behinderten Kindern können teilweise die Kosten von der Steuer absetzen und somit ebenfalls profitieren. Welche Steuervorteile eine Familie hat, möchten wir Ihnen hier aufzeigen.

Der Absetzbetrag für Alleinerziehende

Auch Alleinerziehende werden bei den Steuervorteilen berücksichtigt. Der Absetzbetrag für Alleinerziehende (AEAB) steht diesen zu, wenn die betreffende Person in einem Kalenderjahr mehr als sechs Monate Familienbeihilfe erhalten hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Familienbeihilfe für ein oder mehrere Kinder bezogen wurde. Allerdings erhalten Alleinerziehende den Absetzbetrag nur gestattet, wenn sie mehr als die Hälfte in einem Kalenderjahr weder in einer Ehe, in einer eingetragenen Partnerschaft oder einer Lebensgemeinschaft gelebt haben.

Dabei ist die Höhe des Absetzbetrages für Alleinerziehende wie folgt geregelt:

Die Lohnsteuer beim AEAB verringert sich im Jahr einmalig um folgende Beträge, wenn für das oder die Kinder Familienbeihilfe erhalten wird.

  • 494 Euro für ein Kind
  • 669 Euro für zwei Kinder
  • für das dritte und jedes weitere Kind zusätzlich 220 Euro

Der Alleinverdienerabsetzbetrag

Auch Alleinverdiener profitieren von den Steuervorteilen, müssen dabei allerdings einige Voraussetzungen erfüllen. Den Alleinverdienerabsetzbetrag (AVAB) erhält jeder, der in einer Ehe, eingetragenen Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft lebt, die länger als sechs Monate im Kalenderjahr bestanden besteht. Außerdem müssen für das oder die Kinder mindestens sechs Monate Familienbeihilfe bezogen worden sein und Ihre Partnerin oder Ihr Partner hat im Kalenderjahr nicht mehr als 6.000 Euro verdient. Wer dabei unter der Zuverdienstgrenze liegt, kann es anhand dieser Hilfe berechnen:

Bruttojahresverdienst inklusive aller Sonderzahlungen, wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld

  • abzüglich der steuerfreien Zuschläge und Zulagen
  • abzüglich der steuerfreien Sonderzahlungen bis zu einer Höhe von höchstens 2.100 Euro
  • abzüglich der Gewerkschaftsbeiträge
  • abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge
  • abzüglich der Pauschale für Pendler
  • abzüglich von Abfertigungen und Wochengeld
  • abzüglich der Werbungskosten-Mindestpauschale von 132 Euro

ERGEBNIS Zuverdienstgrenze für den Alleinverdienerabsetzbetrag

Doch Vorsicht: Lediglich das Wochengeld muss in die Berechnung mit einfließen. Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Notstandshilfe, Arbeitslosengeld sowie Unterhaltsleistungen und Ausbildungs- und Förderbeihilfen des AMS spielen bei der Berechnung der Zuverdienstgrenze keine Rolle.

Beim Alleinverdienerabsetzbetrag verringert sich die Lohnsteuer ebenfalls einmal jährlich, wenn für das oder die Kinder Familienbeihilfe erhalten wird.

Bei einem Kind um 494 Euro, bei zwei Kindern um 669 Euro und zusätzlich für jedes weitere Kind um 220 Euro.

So beantragen Sie AEAB und AVAB

Den Absetzbetrag für Alleinerziehende wie auch den für Alleinverdiener können entweder über die Firma wie auch über die ArbeitnehmerInnenveranlagung beantragt werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Häkchen richtig gemacht werden. Denn auch, wenn Sie den Antrag über die Firma stellen, muss ein Haken im Feld für ArbeitnehmerInnenveranlagung gemacht werden. So weiß das Finanzamt, dass Ihnen im Kalenderjahr dieser Absetzbetrag zusteht.

Dabei wird AEAB oder AVAB nur über die ArbeitnehmerInnenveranlagung, und zwar als Negativsteuer, erstattet, wenn

  • das Einkommen geringer als 1.190 Euro/Monat war und so keine Lohnsteuer gezahlt werden musste
  • keine steuerfreien Leistungen, wie Arbeitslosengeld oder Kinderbetreuungsgeld im gesamten Kalenderjahr bezogen wurden

Der Mehrkinderzuschlag

Auch diesen kann eine Familie beantragen, wenn bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden. Der Mehrkinderzuschlag in Höhe von 20 Euro für das dritte und jedes weitere Kind kann erhalten werden, wenn die Eltern:

  • nicht mehr wie 55.000 Euro pro Jahr gemeinsam verdienen
  • länger als sechs Monate im Kalenderjahr einen gemeinsamen Haushalt hatten
  • für die Kinder Familienbeihilfe beziehen

Diesen Mehrkinderzuschlag erhält man über die ArbeitnehmerInnenveranlagung.

Der Unterhaltsabsetzbetrag

Auch Unterhalt, der an Kinder gezahlt wird, die nicht im gleichen Haushalt leben, kann man von der Steuer absetzen. Dieser Unterhaltsabsetzbetrag muss aber nachgewiesen werden und er muss in vollem Umfang geleistet worden sein. Weiterhin ist es nur dann möglich, wenn die Kinder in Österreich, der EU, der Schweiz, in Lichtenstein, Norwegen oder Island leben.

Dabei gelten folgende Unterhaltsabsetzbeträge:

  • 29,20 Euro pro Monat für das erste Kind
  • 42,80 Euro pro Monat für das zweite Kinde
  • 58,40 Euro pro Monat für jedes weitere Kind

Außerdem gelten folgende Regelbedarfssätze für 2016:

  • 199 Euro pro Monat für Kinder bis 3 Jahre
  • 255 Euro pro Monat für Kinder bis 6 Jahre
  • 329 Euro pro Monat für Kinder bis 10 Jahre
  • 376 Euro pro Monat für Kinder bis 15 Jahre
  • 443 Euro pro Monat für Kinder bis 19 Jahre
  • 555 Euro pro Monat für Kinder bis 28 Jahre

Der Kinderfreibetrag

Selbstverständlich gibt es auch einen Kinderfreibetrag, den jede Familie erhält, wenn für das Kind mehr als sechs Monate im Kalenderjahr Familienbeihilfe bezogen wurde. Dieser Kinderfreibetrag beläuft sich auf 440 Euro pro Jahr. Dabei können beide Eltern den Kinderfreibetrag über die ArbeitnehmerInnenveranlagung geltend machen und erhalten pro Jahr einen Kinderfreibetrag von 300 Euro. Allerdings ist dies nur dann wirklich sinnvoll, wenn beide Eltern Lohnsteuer zahlen.

Die Kinderbetreuungskosten

Auch die Kinderbetreuungskosten können bei der Steuer geltend gemacht werden. Es ist allerdings gleich, ob die Betreuungskosten von beiden Eltern aufgeteilt werden. Um diese zu beantragen, kann dies über die ArbeitnehmerInnenveranlagung erfolgen. Dabei wird sogar die Verpflegung mit aufgenommen und bis zu einem Betrag von 2.300 Euro pro Kind und pro Kalenderjahr können die Kosten, unter folgenden Voraussetzungen, abgesetzt werden:

  • Für das Kind muss mehr als sechs Monate im Kalenderjahr der Anspruch auf Familienhilfe bestanden haben oder es bestand ein Unterhaltsabsetzbetrag von mehr als sechs Monaten.
  • Das Kind hat das 10. Lebensjahr, bei Beginn des Veranlagungsjahres, noch nicht erreicht oder es liegt eine Behinderung vor und die Familie erhält die erhöhte Familienbeihilfe. Dann darf das Kind das 16. Lebensjahr, bei Beginn des Veranlagungsjahres, nicht erreicht haben.
  • Wenn das Kind von einer qualifizierten, pädagogischen Person, also Tagesmutter, betreut wird oder es in einer Betreuungseinrichtung der landesgesetzlichen Vorschriften ist.

Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzen

Kinder kosten jede Menge Geld und glücklicherweise können die Kinderbetreuungskosten in Österreich abgesetzt werden. Doch wie hoch ist der Höchstbetrag und auf was ist dabei zu beachten? Dies wollen wir Ihnen hier kurz und informativ erklären.

Höhe der absetzbaren Kosten

Der Absetzbettag für eine Kinderbetreuung kann pro Jahr und Kind bis zu 2.300 Euro betragen

Für welches Kind können Kinderbetreuungskosten abgesetzt werden?

Kinderbetreuungskosten können für Kinder, die das zehnte Lebensjahr, zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht vollendet haben, abgesetzt werden. Dabei muss dem Kind in dem Kalenderjahr allerdings sechs Monate der Kinderabsetzbetrag zugestanden haben.

Wer kann die Kinderbetreuungskosten absetzen?

Die Kinderbetreuungskosten kann die Person absetzen, für die der Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Jahr zustand. Selbstverständlich kann auch der Lebenspartner die Betreuungskosten absetzen. Weiterhin ist es möglich, dass der unterhaltspflichtige, also geschiedene Elternteil die Kosten absetzen kann, wenn diesem für mehr als sechs Monate der Unterhaltsabsetzbetrag zustand. Allerdings nur, wenn die Kinderbetreuungskosten zusätzlich zum Unterhalt geleistet wurden.

Jeder dieser Personen kann die Kinderbetreuungskosten absetzen. Allerdings dürfen als außergewöhnliche Belastung pro Kalenderjahr nur 2.300 Euro pro Kind abgesetzt werden.

Wird durch die Steuerpflichtigen der Betrag überschritten, wird der Höchstbetrag im Verhältnis aufgeteilt.

Können zusätzliche Kinderbetreuungskosten von Eltern mit behinderten Kindern geltend gemacht werden?

Bei Kindern, denen eine erhöhte Familienbeihilfe zusteht, können auch außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Hierbei gilt ein pauschaler Freibetrag von monatlich 262 Euro.

Weiterhin können Kosten, die nachgewiesen werden, steuerlich abgesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise der Unterricht in einer Sonder- oder Pflegeschule oder die Tätigkeit in einer Behindertenwerkstatt. Außerdem ist es auch möglich Betreuungskosten, die nicht mit den o. g. Kosten in Verbindung stehen geltend gemacht werden. Für Kinder bis zum 16. Lebensjahr können pro Kalenderjahr 2.300 Euro geltend gemacht werden. Wir das Kind aufgrund der Pflegebedürftigkeit betreut, sind die Kosten um das erhaltene Pflegegeld zu kürzen.

Die Kinderbetreuungskosten übersteigen 2.300 Euro im Kalenderjahr – was nun?

In der Regel können Kinderbetreuungskosten in Höhe von 2.300 Euro pro Kalenderjahr und Kind abgesetzt werden.

Es sei denn, dass ein besonderer Fall (Alleinerziehende) liegt vor. Dann können auch diese abgesetzt werden, allerdings wird der Betrag durch den einkommensabhängigen Selbstbehalt gekürzt.

Welche Kosten können steuerlich geltend gemacht werden?

Es können nur Betreuungskosten abgesetzt werden, die tatsächlich bezahlt wurden. Übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Betreuungskosten, können nur die Kosten geltend gemacht worden, die der Steuerpflichtige selbst bezahlt hat. Außerdem muss die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgen, wie etwa im Kindergarten, Hort oder Halb- und Vollinternat.

Dabei sind nicht nur die Betreuungskosten, sondern auch die Kosten für Bastelgeld sowie Verpflegung geltend gemacht werden. Kosten für eine Privatschule, Nachhilfe oder auch die Kosten zur Kinderbetreuung und der Vermittlung einer Betreuungsperson können nicht abgesetzt werden.

Weiterhin können Kosten für die Nachmittags- oder Ferienbetreuung sowie die Kosten eines Ferienlagers berücksichtigt werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt. Dennoch sind die Aufwendungen für Schule und Nachmittagsbetreuung ganz klar zu trennen.

Wer ist eine pädagogisch qualifizierte Person?

Personen, die pädagogisch qualifiziert sind, können eine Ausbildung zur Kindererziehung und –betreuung von mindestens acht Stunden nachweisen.

Weiterhin müssen diese Personen das 16. Lebensjahr vollendet haben. Außerdem muss für die Betreuungsperson vom vollendeten 16. Lebensjahr bis zum vollendeten 21. Lebensjahr eine Ausbildung nachgewiesen werden. Dabei ist das Mindestmaß von 16 Stunden maßgeblich.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, eine abgeschlossene Berufsausbildung nachzuweisen.

Welche Ausbildungen muss eine pädagogisch qualifizierte Person haben?
  • Ausbildung zur Kindergartenpädagogin/-pädagogen, Früherzier/in oder Horterzieher/in
  • Pädagogisches Hochschulstudium, zum Beispiel Lehramtsstudium
  • Pädagogisches Teilstudium, zum Beispiel Wirtschaftspädagogik
  • Lehrgang für Tageseltern nach den gesetzlichen Vorschriften
  • Schulung als Au-Pair-Kraft
  • Ausbildungsseminar oder Elternbildungsseminar, zum Beispiel Babysitterschulung

Die oben genannten Punkte können nur dann anerkannt werden, wenn sie den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.

Wird das Kind von Angehörigen (Eltern oder Geschwister) betreut kann der Betreuungsbetrag nicht steuerlich geltend gemacht werden, auch wenn die Betreuungsperson pädagogisch qualifiziert ist.

Nachweis der Kinderbetreuungskosten

Um Kinderbetreuungskosten absetzen zu können, muss ein Nachweis erbracht werden. Hierbei muss eine Rechnung bzw. ein Zahlungsbeleg ausgestellt werden, der diese Angaben enthalten muss:

  • Rechnungsempfänger mit Name und Anschrift sowie Ausstellungsdatum
  • Fortlaufende Rechnungsnummer und Zeitraum der Kinderbetreuung
  • Name und Sozialversicherungsnummer der Europäischen Krankenversicherungskarte des betreuten Kindes
  • Name, Anschrift, Sozialversicherungsnummer der Europäischen Krankenversicherungskarte sowie die konkrete Qualifikation (Kopie) der Betreuer/in
  • Name und Anschrift der öffentlichen Einrichtung bzw. ein Hinweis auf die Bewilligung zur Einrichtungsführung bei privater Betreuung
  • Rechnungsbetrag inklusive Umsatzsteuer. Bei Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer.

Alle Belege sind sieben Jahre aufzubewahren und bei Nachfrage des Finanzamtes vorzulegen.

Alleinerziehende und Kinderbetreuungskosten

Ebenfalls können Alleinerziehende Kinderbetreuungskosten absetzen. Dabei ist der Betrag nicht höher, wie bei Familien und beträgt inklusive Verpflegungskosten 2.300 Euro. Jedoch können höhere Kosten der Kinderbetreuung über außergewöhnliche Belastungen mit Selbstbehalt erfolgen. Diese Kosten können, wie bei Familien bis zum 10. Lebensjahr als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt geltend gemacht werden. Doch auch nach dem 11. Lebensjahr können die Betreuungskosten für Kinder als außergewöhnliche Belastung mit Selbstbehalt, bis zum Ende der Schulpflicht, abgesetzt werden.

Auswärtige Berufsausbildung für Kinder

Gibt es im Wohnort keine entsprechende Schule, Universität oder auch Lehrstelle, können auch diese Kosten, die auftreten, geltend gemacht werden. Dabei kann für jeden angefangenen Monat ein Freibetrag von 110 Euro pro Monat geltend gemacht werden. Ist das Kind das ganze Kalenderjahr in der Schule oder macht die Ausbildung an einem anderen Ort, kann sogar die Ferienzeit mit abgeschrieben werden. Jedoch gibt es hier einige Voraussetzungen, um diese Kosten geltend zu machen:

  • Der Ausbildungsort muss mehr als 80 km vom Wohnort entfernt sein
  • Ist der Ausbildungsort weniger als 80 km entfernt, muss nachgewiesen werden, dass die Hin- und Rückfahrt nach dem Studienförderungsgesetzt nicht zumutbar ist. Dabei ist es nicht zumutbar, wenn die schnellste Wegstrecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln länger als eine Stunde dauert.
  • Auch für Lehrlinge oder Schüler, die in einer Zweitunterkunft am Ausbildungsort untergebracht sind, können diese Kosten abgesetzt werden. Dabei darf es aber im Umkreis von 25 km keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit geben, was ebenfalls nachgewiesen werden muss.

Krankheitskosten für Kinder mit Behinderung

Auch Krankheitskosten für Kinder mit Behinderung können abgesetzt werden. Die erfolgt über die ArbeitnehmerInnenveranlagung und hängt aber auch vom Behinderungsgrad des Kindes ab.

Die tatsächlichen Aufwendungen, die behinderungsbedingt anfallen, können abzüglich des Pflegegeldes berücksichtigt werden, wenn eine Behinderung bis 24 Prozent vorliegt. Allerdings wirken sich diese Kosten nur dann steuerlich aus, wenn sie auch wirklich den Selbstbehalt übersteigen.

Ohne Selbstbehalt werden Krankheitskosten unter „Außergewöhnliche Belastungen“ aufgeführt, wenn die Behinderung 25 bis 49 Prozent beträgt.

Ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent besteht zum Einen ein erhöhter Anspruch auf Familienbeihilfe und zum Anderen können die tatsächlichen Aufwendungen oder ein Freibetrag von 262 Euro pro Monat geltende gemacht werden. Weiterhin können Kosten für Sonder- oder Pflegeschulen, Behindertenwerkstätten, Hilfsmittel sowie Heilbehandlungen von der Steuer abgesetzt werden.

Wer diese steuerlichen Vergünstigungen beachtet, kann eine Menge Geld sparen – auch wenn es erst am Ende des Jahres ist und Sie somit in Vorkasse treten müssen. Dennoch sollte sich keiner die Absetzbeträge entgehen lassen, damit kein Geld verschenkt wird, das jede Familie dringend benötigt.

Elternteilzeit

Die Elternteilzeit kann in Anspruch genommen werden, wenn ein Kind im Haushalt lebt, welches das siebte Lebensjahr noch nicht erreicht hat und wenn der Betrieb die richtige Größe hat. Weiterlesen können Sie hier.

Quellen

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/8/Seite.082201.html

https://www.schwanger.at/artikel/die-ersten-wochen-einer-schwangerschaft.html

https://www.schwanger.at/artikel/wie-veraendert-sich-der-koerper-in-der-schwangerschaft.html