Sie haben es geschafft! Nach der Einreichung der Bewerbungsunterlagen wurden Sie nun zum persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen. Hier klären wir für Sie die wichtigsten Punkte zum Bewerbungsgespräch.

Bewerbungsgespräch

Vorbereitung

Bewerbungsgespräch

Quelle: Bigstockphoto.com

Damit Sie nicht komplett unvorbereitet in Ihr Bewerbungsgespräch platzen, ist es wichtig, sich richtig vorzubereiten.
Wenn die Einladung zum Bewerbungsgespräch schriftlich erfolgt ist, muss diese unbedingt bestätigt werden, meist passiert dies telefonisch. Wurde Ihnen bereits der Name des Gesprächspartners mitgeteilt, sollten Sie sich diesen gut einprägen, damit Sie nicht bereits am Empfang nicht mehr wissen, zu wem Sie eigentlich müssen.
Sie müssen sich so genau wie möglich mit dem Unternehmen auseinandersetzen, um nicht überraschend mit Informationen konfrontiert zu werden, die für Sie neu sind.
Um nicht zu spät zu kommen, sollten Sie darauf achten, zumindest zehn, oder, noch besser fünfzehn Minuten vor dem vereinbarten Termin am Gesprächsort aufzutauchen. Dann können Sie sich auch schon mit der Umgebung vertraut machen.

Fünf Phasen

Es gibt grundsätzlich fünf Phasen in einem Bewerbungsgespräch, meist dauert ein echtes Bewerbungsgespräch etwa 45 Minuten.

1. Smalltalk (ca. fünf Minuten)

In der Smalltalk-Phase entscheidet sich, ob man das Gegenüber sympathisch findet – oder aber auch nicht. Aus diesem Grund sollte man bereits am Anfang einen guten Eindruck hinterlassen. Der Händedruck sollte nicht vom Bewerber ausgehen, hier muss der zukünftige Arbeitgeber den Anfang machen – auch sollte man sich erst dann setzen, wenn einem ein Platz angeboten wird und nicht bereits in Eigeninitiative. Man sollte sich ruhig, gelassen und selbstbewusst geben, aber auch nicht übertreiben. Stellt man sich selbst als zu cool dar, wird man meist als empathielos abgestempelt. Wenn man hingegen sehr nervös ist, kann man dies gern ansprechen. Die meisten Gesprächspartner verstehen dies in einer solchen Situation, waren sie nicht ebenfalls in einer solchen Situation.

2. Kennenlernen (ca. fünfzehn Minuten)

Es ist davon auszugehen, dass die für die Bewerber zuständigen Mitarbeiter des Unternehmens (üblicherweise der Chef oder jemand aus der Personalabteilung) die Unterlagen kennen, die Sie dem Unternehmen zukommen lassen haben. Sie sollten diese Informationen also nicht nur wiederholen, sondern versuchen, Ihren Werdegang interessant aufzubereiten und wichtige Qualifikationen für den potenziellen Job darlegen, die wichtig sein könnten.

3. Selbstpräsentation (ca. zehn Minuten)

In dieser Phase stellt sich das Unternehmen dem Bewerber vor. Hier können Informationen über das Unternehmen selbst, den ausgeschriebenen Job und die Anforderungen für den Job aufkommen. Auch wenn Sie diese Informationen bereits kennen, sollten Sie sich darauf einlassen und durch Anmerkungen oder genauere Nachfragen zeigen, dass Sie gut zuhören können und sich auch schon mit dem Unternehmen beschäftigt haben. Trotzdem müssen Sie darauf achten, Ihren Gesprächspartner nicht zu unterbrechen.

4. Rückfragen (ca. zehn Minuten)

Auf die Frage „Haben Sie noch Fragen an uns?“ sollten Sie definitiv noch mit der einen oder anderen Frage antworten können. Erneut können Sie mit offenen Fragen zeigen, dass Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Zu vermeiden sind allerdings Themen wie Urlaubsregelungen oder Zusatzleistungen.

5. Abschluss (ca. fünf Minuten)

Ist das Gespräch soweit beendet, können Sie noch eine Frage zum weiteren Verlauf des Auswahlprozesses stellen. Im Anschluss können Sie sich verabschieden und sich für das Gespräch und die Chance bedanken.

Körpersprache

Nicht selten scheitern Bewerber nicht wegen ihren fachlichen Qualifikationen, sondern weil ihre Körpersprache Signale aussendet, die den Personalern einfach nicht sympathisch sind. Eine Umfrage zeigte, dass solche Gesten z. B. fehlender Blickkontakt, fehlendes Lächeln, herumzappeln, schlaffe Körperhaltung, schlaffer Händedruck oder verschränkte Arme sind. Manche Personaler fragen auch beim Empfangsbereich nach, welchen Eindruck der Bewerber beim Betreten des Gebäudes hinterlassen hat, also sollten Sie zu jeder Zeit auf Ihre Körpersprache und die ausgesandten nonverbalen Signale achten.

Kleidung

Die Kleidung, die für das Bewerbungsgespräch ausgewählt wird, sollte in jedem Fall zum Unternehmen passen. Wenn dies klappt, signalisiert die richtige Kleidung auch, dass man sich mit dem Unternehmen beschäftigt hat und die Sitten im Unternehmen kennt. Ist die Kleidung ungepflegt, könnte Ihr Gegenüber davon ausgehen, dass Ihr Verhalten und Ihre Arbeitsweise ähnlich sind, auch sollte das Outfit nicht zu ausgefallen sein, nur damit man auffällt.

Unterlagen

Auch wenn Sie Ihre Unterlagen wie z. B. Lebenslauf oder Zertifikate bereits eingereicht haben, sollten Sie diese in einer Bewerbungsmappe zum Bewerbungsgespräch mitnehmen.

typische Fragen

Um auf die gestellten Fragen Ihrer Gesprächspartner nicht überrascht zu reagieren, haben wir hier einige Fragen aufgelistet, auf die Sie sich in jedem Fall vorbereiten können.

  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
  • Wo sehen Sie sich in 5 bzw. 10 Jahren?
  • Sind Sie bereit, Überstunden zu machen? (Wenn ja, wie viele?)
  • Erzählen Sie etwas über sich.
  • Warum interessieren Sie sich für diesen Job?
  • Sind Sie bereit, sich weiterzubilden?
  • Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Wie hoch ist Ihre Reisebereitschaft?
  • Wie gehen Sie mit Stresssituationen um?
  • Sind Sie bereit, Verantwortung zu übernehmen?
  • Warum haben Sie sich für genau diese Ausbildung entschieden?
  • Warum möchten Sie Ihren Job wechseln?

Weitere Tipps

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Hier haben wir noch einige Tipps für euch, wie man sich beim Bewerbungsgespräch richtig verhält.

  • Antworten Sie auf Fragen Ihres Gesprächspartners zwar kurz, aber nicht einsilbig. Hier ist es besser, noch eine Frage wie „Ist Ihre Frage damit beantwortet oder hätten Sie gern noch mehr Informationen?“ hinterher zu schieben.
  • Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. Wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Gesprächspartner langweilt, sprechen Sie das an und versuchen Sie, wieder einen Dialog aufzubauen.
  • Um auch vorbereitet zu sein, wenn Sie etwas auf Englisch erzählen müssen, ist es sinnvoll, z. B. den Lebenslauf auf Englisch einzuüben.
  • Auf die Frage, welche Vorstellung Sie von Ihrem Gehalt haben, sollten Sie auf jeden Fall eine Antwort parat haben. Sie können bei der zuständigen Gewerkschaft oder bei der Arbeiterkammer informieren, welche Gehälter in der angestrebten Branche und Position üblich sind. Antworten Sie also mit fester Stimme, und begründen Sie diese Vorstellung auch auf Wunsch des Gesprächspartners.

Quellen

https://www.epunkt.com/k/bewerbungsgespraech/

https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/bewerbung/Bewerbungsgepraech.html

https://www.absolventen.at/tipps/Bewerbungsgespraech

http://www.studieren.at/bewerbungsgespraech

http://karrierebibel.de/vorstellungsgesprach-vorbereitung/