Mit dem Lohnsteuerausgleich kann man sich in Österreich vom Finanzamt Geld zurückholen, welches man zuviel an Steuern gezahlt hat. Dies kann nicht nur für das Vorjahr gemacht werden, sondern der Lohnsteuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) kann auch bis zu 5 Jahre rückwirkend berechnet werden.

Steuer-Spar-Tipps Lohnsteuerausgleich / Arbeitnehmerveranlagung 2016/2017

Tipps und Hilfe für den Lohnsteuerausgleich in Österreich kann man direkt im aktuellen Steuerbuch 2016 nachlesen. Dieses kann gratis hier heruntergeladen werden:

Mit dem Steuerbuch können Sie sich einfach über eine Vielzahl an Tipps informieren, die sie sonst vielleicht übersehen würden und so beim Lohnsteuerausgleich noch mehr Geld zurück erhalten. Hier noch ein aktueller Artikel zum Thema Steuern sparen:

Lohnsteuerausgleich – Mit diesen Tipps sahnen Sie zusätzlich ab!

Monat für Monat entrichten die braven Steuerzahlen ihre Abgaben. Dabei hält das Finanzamt mitunter kräftig die Hand auf. Kurz nach Jahreswechsel ergibt sich allerdings die Möglichkeit, dass der Verbraucher Geld zurückfordern kann. Die Rede ist vom sogenannten Lohnsteuerausgleich, welcher auch als Arbeitnehmerveranlagung bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um eine Steuererklärung, die schnell und simpel von statten geht.

Was ist ein Lohnsteuerausgleich?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine spezielle Art der Steuererklärung. Verbraucher, die einer Beschäftigung nachgehen und nicht selbständig arbeiten, können somit Steuern zurückfordern. Das Gute daran ist, dass der Staat nicht mehr Steuern verlangen kann. Der Verbraucher kann also nur gewinnen. Dabei ist zu unterscheiden, dass es eine Pflichtveranlagung und eine Antragsveranlagung gibt. Die Pflichtveranlagung greift dann, wenn der Verbraucher während des Jahres mehrere Bezüge erhalten hat. Vereinfacht formuliert bedeutet dies, dass mehr als nur einer Arbeit nachgegangen worden ist, unabhängig davon, ob selbständig oder nicht. Wer einer regulären Arbeit nachgeht, ist nicht verpflichtet einen Lohnsteuerausgleich vorzunehmen, dennoch ist es wärmstens zu empfehlen. Hier können Kosten geltend gemacht werden, sodass die Steuerlast sinkt. Im Laufe des Ratgebers werden wir Ihnen dazu einige wertvolle Tipps geben, die eine lukrative Steuererklärung garantieren.

Wie kann die Arbeitnehmerveranlagung durchgeführt werden?

Heutzutage sind derlei Prozesse simplifiziert. Das ist vor allem im Sinne des Verbrauchers zu betrachten. Kaum ein Mensch erledigt die Steuererklärung noch von Hand. Bereits seit dem Jahr 2003 ist es in Österreich möglich, die Steuererklärung über FinanzOnline zu erledigen. Von Vorteil ist, dass der Verbraucher hier im Vorhinein, ohne dass das Formular geltend abgegeben wurde, errechnen kann, was bei der Veranlagung herausspringt. Für die Arbeitnehmerveranlagung ist hier sehr wenig Aufwand zu betreiben. Das sogenannte Formular L1 ist der entscheidende Faktor. Hierbei handelt es sich um die Erklärung der ArbeitnehmerInnenveranlagung für das Jahr xxxx. Wer den elektronischen Weg scheut oder sich zu wenig auskennt, der kann freilich auch das Finanzamt in nächster Nähe besuchen. Hier gibt es das Formular L1 kostenlos zu erstehen, welches handschriftlich ausgefüllt werden kann.

  • Erklärung über Onlineplattform FinanzOnline möglich,
  • aber auch handschriftlich (Formular L1 beim nächstgelegenen Finanzamt holen).

Tipp: Die Arbeitnehmerveranlagung kann bis zu 5 Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. So lässt sich beispielsweise immer noch ein Lohnsteuerausgleich für 2010 erledigen.

Lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Unbedingt! Das Finanzministerium stellt pro Jahr ca. 1 Milliarde Euro für Rückzahlungen zur Verfügung. Dabei können minimale Beträge, aber auch mehrere Tausend Euro herausspringen. Das Wunderbare daran ist, dass der Verbraucher nur einen minimalen Aufwand zu erledigen hat. Wer die Veranlagung online erledigt, dürfte kaum mehr als 10 Minuten brauchen. In der Regel hängt dies davon ab, wie viele Kosten geltend gemacht werden.

Was muss ich beim Ausfüllen der Formulare beachten?

Prinzipiell muss gesagt werden, dass der Vorgang einfach gehalten ist. Dennoch gilt es, viele Bereiche genauer unter die Lupe zu nehmen. Normalerweise ist das Ausfüllen relativ schnell erledigt. Es gibt jedoch einige Faktoren, wie etwa die Pendlerpauschale oder Weiterbildungen, die eine vermehrte Auseinandersetzung mit der Materie mit sich bringen. Wer seine Erklärung online erledigen will, der kann auf den FinanzOnline Ratgeber zurückgreifen. Des Weiteren gibt es ein eLearning Programm. Dem Verbraucher wird hier ausführlich und Schritt für Schritt erklärt, wie eine korrekte Steuerklärung zu handhaben ist. Es würde den Rahmen des Ratgebers sprengen, hier detailliert darauf einzugehen, da die gebotenen Mittel ohnehin schon sehr attraktiv gestaltet sind. Außerdem gibt es ein Steuerbuch, das jährlich neu aufgelegt wird. Gesetzliche Rahmenbedingungen können sich jederzeit ändern, sodass die Anschaffung dieses Werks sehr sinnvoll ist. Auch die Arbeiterkammer hat einen hilfreichen Leitfaden verfasst. Die Investition, die Lektüre zu durchforsten, rentiert sich auf jeden Fall. Wenn nicht für den Ausgleich in diesem Jahr, dann spätestens im darauffolgenden.

Welche Gruppen können besonders profitieren?

Es gibt Gruppen bzw. Umstände, die dazu beitragen, dass der Verbraucher besonders profitieren kann. Diese sogenannten Steuerabsetzposten stellen beinahe eine Garantie dafür dar, dass die Kasse klingelt. Wer Kinder hat, Pensionisten betreut, Fahrkosten zahlt oder über ein geringes Einkommen verfügt, der hat mit vielen Vorteilen zu rechnen. Viele Posten werden nämlich vom Arbeitgeber nicht berücksichtigt, sodass auch vorerst keine steuerlichen Vorzüge zu verzeichnen sind. Etwa die Pendlerpauschale, der Kinderabsetzbetrag, der Mehrkindzuschlag oder auch der Absatzbetrag für niedrige Einkünfte. Wer über das Jahr verteilt Einkünfte in verschiedener Höhe hatte, etwa beim Wechsel von Teilzeit in Vollzeit oder umgekehrt, der profitiert in der Regel ordentlich.

Was sind die besten Tipps für die Veranlagung?

In diesem letzten Abschnitt wollen wir nun einige Bereiche aufführen, welche die Arbeitnehmerveranlagung attraktiver gestalten.

Was sind Sonderausgaben?

Ein großer Bereich des Formulars L1 betrifft die Sonderausgaben. Hier geht es in der Regel um hohe finanzielle Belastungen, etwa beim Bau eines Hauses oder einer Wohnung sowie deren Renovierung. Auch Versicherungsprämien zählen dazu. Kirchenbeiträge, Kosten für einen Steuerberater und Spenden fallen ebenfalls in diesen Bereich. Dabei sind immer unterschiedliche Grenzen zu beachten. Kirchenbeiträge können bis zu 400 Euro geltend gemacht werden, Kosten für den Steuerberater in unbegrenzter Höhe. Bedingt dadurch, dass in diesem Bereich hohe Kosten entstehen können, fällt die Rückvergütung allerdings eher mager aus. Mehr als ein paar hundert Euro sind nicht zu holen.

Was sind Werbungskosten?

Für jeden Job gibt es Ausgaben, die nicht durch das Unternehmen, in dem der Verbraucher tätig ist, übernommen werden. Diese Sonderausgaben werden als Werbungkosten bezeichnet. Es gibt eine sogenannte Pauschale, die aktuell 132 Euro beträgt. Das heißt, dass dieser Betrag automatisch geltend gemacht wird, ohne dass der Verbraucher Angaben zu tätigen hat. Wird dieser Betrag übertroffen, so gilt es, das auch zu vermerken. Dazu zählen etwa Kosten für Internet, Computer, Literatur, Arbeitskleidung, Handygebühren oder auch die Aus- und Fortbildung. Allerdings werden einige Bereiche über mehrere Jahre hinweg geltend gemacht, als klassisches Beispiel kann der Computer bzw. Laptop hergenommen werden. Der Privatanteil beläuft sich auf 40 Prozent. Also können ohnehin nur 60 Prozent geltend gemacht werden, was übrigens auch auf das Handy zutrifft. Dann wird außerdem eine Nutzungsdauer angenommen, beispielsweise drei Jahre. Über diese drei Jahre hinweg wird die Absetzung verteilt.

Wann können Kosten für die Aus- und Fortbildung geltend gemacht werden?

Hier landen wir in einem sehr schwierigen Bereich. Eine sehr wichtige Voraussetzung ist, dass die Ausbildung oder Fortbildung in einem verwandten Beruf stattfindet oder aber eine umfassende Schulung vorgenommen wird. Anschließend lassen sich folgende Kostenstellen geltend machen:

  • Kurskosten
  • Unterlagen
  • Fahrtkosten
  • Literatur
  • Arbeitsmittel
  • Tag- und Nächtigungsgeld (wenn Aus- oder Fortbildung nicht im Wohnort stattfindet).

Weitere Quellen für Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung:

Auf Karriere.at findet man einen Super Ratgeber mit 20 Tipps zum Steuern sparen: http://www.karriere.at/blog/steuerausgleich-2011.html

Geldmarie.at hat auch einen schönen Leitfaden geschrieben und online zur Verfügung gestellt: http://www.geldmarie.at/steuern/jahresausgleich.html

Die Tiroler Tageszeitung bietet allgemeine Tipps zum Sparen im Jahr 2013 – auf jeden Fall empfehlenswert:  http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/Wirtschaft/5894280-6/2013-sparen-steuertipps-f%C3%BCr-das-neue-jahr.csp

Auch die AK bietet hier eine super Broschüre zum Thema Steuern sparen für den Lohnsteuerausgleich 2012: http://www.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=29&IP=71242

Auf Format.at werden einige wichtige Fragen zum Thema behandelt und beantwortet: http://www.format.at/articles/1206/526/318834/geld-fiskus-zehn-tipps-ihren-steuerausgleich

Auf mytoday.at werden immer wieder aktuelle Beiträge zum Thema Sparen geschrieben – es lohnt sich auf jeden Fall, hier auch ab und zu vorbeizuschauen: http://www.mytoday.at/category/sparen/

Auch die ÖVP Oberösterreich hat Tipps auf Lager: http://www.ooe-oeaab.at/themen/neuerungen-steuertipps-2013/steuertipps-2013/index.html

Hilfe zum Thema Lohnsteuerausgleich

Bei Fragen kann direkt das Service vom Bundesministerium für Finanzen genutzt werden: finanzonline.at . Wenn Sie sich bei einigen Punkten bei der Arbeitnehmerveranlagung unsicher sind können Sie in jedem Fall versuchen, ihr Finanzamt per Mail oder Telefon zu kontaktieren oder während der Service/Öffnungszeiten persönlich vorbeizusehen. Eine Liste der Finanzämter, findet Ihr hier: Finanzämter in ÖsterreichWeiters besteht die Option, das sie Freunde oder Bekannte fragen, ob diese bereits einen Lohnsteuerausgleich für 2014 durchgeführt haben und ihnen behilflich sein können.

Folgend ein paar oft angefragte Fragen zum Thema:

Wie erfolgt die Auszahlung der Gutschrift?

Sie bekommen die Lohnsteuergutschrift direkt auf Ihr Konto ausgezahlt.

Arbeitnehmerveranlagung Formulare zum Download

Aktuell sind diese nicht mehr zum Download verfügbar, es ist jedoch möglich diese kostenlos online über finanzonline.at zu bestellen.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich eine Arbeitnehmerveranlagung bzw. ein Lohnsteuerausgleich fast immer rentiert. Auch wenn schlussendlich nur einige Euro herausspringen, so lohnt sich der Aufwand dennoch. Sollten Sie sich in der Materie noch nicht gut auskennen, gibt es viele einfach gestrickte Ratgeber, sowohl vom Finanzamt als auch beispielsweise von der Arbeiterkammer, um Ihnen das Leben zu vereinfachen. Die von uns dargelegten Tipps sind nur ein kleiner Teil dessen, was möglich ist. Hier ist klar zu empfehlen, sich ein wenig einzulesen, um weitere Sparhinweise zu erhalten.