Vor einigen Monaten hätte ich nicht gedacht, wie wichtig mir einmal eine oder mehrere ordentliche Versicherungen sein werden. Seit meine Frau schwanger ist, hat sich diesbezüglich viel geändert. Ohne Kinder ist man eigentlich nur für sich selbst verantwortlich. Natürlich, in einer Beziehung oder in der Ehe hat man gewisse Verpflichtungen und Verantwortungen, aber alles ist ziemlich locker und man macht sich nicht viele Gedanken über die weite Zukunft, das Alt werden, Zukunftsvorsorge oder ähnliches.

In der Schwangerschaft ändert sich einiges – Verantwortung übernehmen heißt versichern.

In der Schwangerschaft ändert sich dieses Denken komplett. Plötzlich ist man nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich, sondern für die komplette Entwicklung und Zukunft eines kleinen, hilflosen und unendlich wichtigen Menschen. Glücklicherweise hat man in Österreich generell beste medizinische Versorgung, auch ohne private Krankenversicherung. Diese ist eher ein Luxus. Wir haben mit vielen anderen schwangeren Paaren gesprochen und viele genießen zwar die private Krankenversicherung – bringen tut sie aber meist relativ wenig (Einzelbett bekommt man z.b. nur, wenn gerade eines Verfügbar ist). Möchte man sich also mindestens 100€ Versicherungsprämie im Monat sparen, kann man auch ohne diese Versicherung gut auskommen. Das im Bauch heranwachsende Baby wird dadurch keine schlechtere medizinische Versorgung erhalten.

Welche Versicherung braucht die junge Familie?

Wir haben uns im Endeffekt dazu entschlossen, zwei verschiedene Versicherungen abzuschließen. Je eine Ablebensversicherung für jeden Elternteil und eine spezielle Berufsunfähigkeitsversicherung für mich. Bei beiden Versicherungen hofft man natürlich, dass man sie nie benötigen wird, aber man weiß nicht, was die Zukunft bringt… fällt ein Einkommen durch Krankheit oder Tod eines Elternteils aus, sollte zumindest die kleine Familie und die kommende Ausbildung für das Kind abgesichert sein.

Die Ablebensversicherung für Mama und Papa

Die Ablebensversicherung wird ausbezahlt, falls die versicherte Person verstirbt. Egal ob durch Krankheit oder Unfall. Stirbt also die versicherte Person durch Unfall oder Krankheit, hat der andere Elternteil zumindest neben dem Schmerz, einen geliebten Menschen verloren zu haben, zumindest nicht noch zusätzliche finanzielle Not. Es gibt nichts schlimmeres, als einen geliebten Menschen zu verlieren. Kommen hier noch finanzielle Probleme hinzu, wird es für die junge Familie zusätzlich schwierig. Dies kann durch eine ausreichend hohe Ablebensversicherung vermieden werden. Als Beispiel: Für etwa 30€ im Monat ist die Person auf etwa 200.000€ versichert. Verstirbt sie, so bekommt die Familie 200.000€ und sichert damit eine lange Zeit als Alleinverdiener, eventuelle Kredite und die Ausbildung und Zukunft des Kindes. Wird die Versicherung glücklicherweise bis zum Ende der gewählten Laufzeit nicht benötigt, so hat man jahrelang bezahlt und bekommt am Ende nichts bezahlt. Es gibt auch „Erlebensversicherungen“, bei denen man am Ende der Laufzeit einen angesparten Betrag bekommt. Dieser muss jedoch auch zusätzlich monatlich einbezahlt werden. Aktuell wird von dieser Sparmaßnahme aber eher abgeraten, da die Zinsen so niedrig sind, dass man am Ende der Laufzeit nur einen Bruchteil der einbezahlten Prämie bekommt.

Die Berufsunfähgikeitsversicherung

Zusätzlich zur Ablebensversicherung für uns Eltern haben wir für mich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Solange meine Frau bei den Kindern zuhause ist, sind wir auf mein Gehalt angewiesen. Der Staat Österreich hat zwar im Vergleich zu anderen Ländern ein super Sozialsystem und bietet sowohl Kindergeld / Kinderbetreuungsgeld, Wochengeld und Karenzgeld. D.h. die Mutter und das Baby sind in gewissen Maßen abgesichert. Meist reicht dieses Geld jedoch nicht aus und man ist auf den Zuverdienst des Partners angewiesen. Sollte nun der Fall eintreffen, dass der arbeitende Elternteil durch z.B. einen Unfall oder eine Krankheit (Burnout, Depression, Krebs oder andere schwere Krankheiten) arbeitsunfähig wird, übernimmt der Staat bis zu 6 Monate das Gehalt. Ist man länger als 6 Monate arbeitsunfähig, sinkt die Einnahmequelle auf ein Minimum, obwohl es durch die Krankheit dazu kommen kann, dass man zusätzliche finanzielle Lasten bekommt und diese dann nicht mehr abdecken kann. Hier hilft die Berufsunfähgekitsversicherung -> nach 6 Monaten berufsunfähigkeit bekommt man von dieser monatlich einen zusätzlichen Betrag ausbezahlt.

Mit diesen beiden Versicherungen ist für den Fall, dass ein oder beide Elternteile arbeitsunfähig werden oder sterben zumindest die finanzielle Zukunft des Kindes abgesichert.