Was tun, wenn es im Urlaub kracht?

Für viele Menschen gehört zum wohlverdienten Urlaub das Verreisen unbedingt dazu. Neue Länder kennenzulernen, es sich auf der Sonnenliege am Strand gut gehen lassen, das Buffet am Abend stürmen – auf alle diese Annehmlichkeiten freuen sie sich schon seit vielen Wochen. Der Urlaub ist ein jährliches Highlight. Umso bitterer ist es, wenn er dann nicht reibungslos abläuft. Über manche Dinge kann man hinwegsehen, doch richtig schlimm wird es, wenn man in einen Unfall verwickelt wird. Statt Erholung zu finden, kommt man mit einem Schaden nach Hause. Damit die Folgen wenigstens finanziell im Rahmen bleiben, sollten Sie unbedingt vor dem Antreten der Reise eine Unfallversicherung abschließen.

Leider ist man auch im Urlaub nicht vor Unfällen aller Art geschützt. Es gibt mindestens genauso viele Gefahrenquellen wie zu Hause. Was viele nicht wissen ist, dass die Unfallversicherung zu Hause im Normalfall für Unfälle im Ausland nicht zahlt. Das gilt nicht nur bei Fernreisen, sondern auch bei Reisen innerhalb von Europa. Auch wenn Sie nur ins Nachbarland reisen und wenige 100 Kilometer zurücklegen, gilt die Versicherung vom Heimatland im Reiseland nicht mehr bzw. nur noch begrenzt.

Die Unfallversicherung für den Urlaub

Bevor Sie eine Reise ins Ausland antreten, sollten Sie sich unbedingt darüber informieren, inwiefern Sie im Urlaubsland bei Erkrankungen und Unfällen geschützt sind. Fragen Sie bei der gesetzlichen Unfallversicherung nach, welche Leistungen gedeckt sind. Bei Reisen in Europa tritt das Sozialversicherungsabkommen in Kraft, d.h. die Unfallversicherung gilt auch im Ausland. Allerdings ist dies in vielen Fällen nicht uneingeschränkt der Fall. Auch bei Reisen in Nachbarländer wie Österreich sollten Sie sich genau darüber informieren, welche Leistungen gedeckt sind. In vielen außereuropäischen Ländern gibt es gar kein derartiges Abkommen bezüglich einer Unfallversicherung. Im konkreten Fall bedeutet das, dass Sie bei einem Unfall voll zahlen müssen. Vor allem in Ländern, in denen Sie sich sprachlich nicht gut verständigen können, ist es durchaus möglich, dass Sie auch dann zur Kasse gebeten werden, wenn Sie gar nicht schuld sind.

Für Länder außerhalb der EU und EU-Länder, in denen der Unfallschutz für das Ausland nicht ausreicht, sollten Sie unbedingt eine Unfallversicherung für die Reise abschließen. Sie kostet nur wenige Euro und bietet einen guten Schutz, sofern Sie den richtigen Anbieter gefunden haben. Vergleichen Sie verschiedene Versicherungen in Bezug auf deren Leistungen und wählen Sie diejenige aus, mit der Sie sich am sichersten fühlen. Wenn Sie vom Reiseunternehmen eine Versicherung empfohlen bekommen und diese direkt dazu buchen können, müssen Sie sie nicht automatisch abschließen. Auch mit einer Versicherung, die kein Partner des Reiseveranstalters ist, können Sie sich schützen.

Achten Sie bei der Versicherung für die Reise darauf, dass all Ihre Familienmitglieder geschützt sind. Auch eine Haftpflichtversicherung ist sehr zu empfehlen.

Was tun, wenn’s kracht?

In allen Ländern dieser Welt sollten Sie nach einem Unfall im Urlaubsland unbedingt die Polizei informieren. Das gilt nicht nur bei Personenschäden, sondern zu Ihrem Schutz auch bei Sachschäden. Auch wenn sich das Gegenüber einsichtig zeigt, sollten Sie auf die Exekutive nicht verzichten. Es geht nicht nur darum, vor Ort die Schuldfrage zu klären, sondern Sie benötigen im Falle einer Versicherung auch die Dokumente, die den Unfall bestätigen.
Lassen Sie sich aus diesem Grund das Polizeiprotokoll aushändigen. Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen, sondern lassen Sie sich das Protokoll von einem Dolmetscher übersetzen. Das bedeutet zwar, dass Sie dafür einiges an Urlaubszeit aufwenden müssen, dafür gehen Sie aber auf Nummer sicher. Auch Fotos vom Unfallort sind wichtig.

Immer gut versichert

Selbst wenn Sie nicht gerade eine Weltreise planen, sollten Sie nicht vergessen, eine Reiseversicherung zu buchen. Auch wenn Sie nur zum Skiurlaub nach Österreich fahren, kann es immer passieren, dass Sie die Reise abbrechen müssen oder gar nicht antreten können. Da ist es gut zu wissen, dass man wenigstens das Geld dafür zurückbekommt.