Die Pensionsversicherung ist in Österreich Teil der Sozialversicherung. Damit ist jeder österreichische Bürger, der ein aktives Arbeitsverhältnis (über der Geringfügigkeitsgrenze) hat oder sich z.B. im Mutterschutz befindet, pensionsversichert.

Warum eine private Pensionsversicherung?

Die Pension, welche man durch diese Versicherung ausbezahlt bekommt, einkommensabhängig – und reicht für manche Menschen nicht. Daher waren viele Österreicher bereits in den 1970er Jahren kritisch dazu eingestellt.

Angesichts des Schuldenbergs der Republik Österreich ist es wohl auf lange Sicht unmöglich, dauerhaft attraktive Pensionen von Seiten des Staates zu bekommen. Aus diesem Grund haben private Pensionsversicherungen schon seit über 40 Jahren regen Zulauf. Bei der privaten Pensionsvorsorge gibt es keine Grenzen – außer jenen der eigenen Geldbörse.

Weitere Informationen zur Pensionsversicherung:

Private Pensionsversicherung – je früher, desto besser

Eine private Pensionsversicherung ist vor allem für jüngere Personen sinnvoll. Wer heute 25 Jahre alt ist und glaubt, dass er – wenn er in Pension geht – eine saftige, staatliche Pension erhält, liegt wohl falsch.

Immer mehr demografische und wirtschaftliche Tatsachen sprechen dafür, dass die private Pensionsvorsorge die einzige Möglichkeit ist, im Alter eine ordentliche Pension zu bekommen.

Das liegt in erster Linie daran, dass die Bevölkerung in Österreich immer älter wird. Und so werden immer mehr Pensionen ausbezahlt. Die Mehraufwände für den Staat dafür gehen in die Millionen.

Zudem sinkt die Zahl der Kinder. Schon bis zum Jahr 2050 rechnet man in Österreich mit einem Anstieg der über 60-jährigen Personen von ca. 2 Millionen auf rund 3 Millionen Menschen.

Ein weiteres Problem: Immer mehr Beschäftigungsverhältnisse basieren auf Kurzarbeit, Teilzeit oder sind durch viele Jobwechsel geprägt.

All diese Vorzeichen sprechen dafür, dass in Zukunft die staatliche Pension – so wie sie jetzt existiert – nicht weiterbestehen kann (auch wenn das von Politikern ungern zugegeben wird).

Die private Pensionsversicherung als Sicherheit

Eine private Pensionsversicherung dient oftmals als Tilgungsträger oder Sicherheit bei einer Bank (Kredit). Die Prämienzahlungen für die private Pensionsversicherung werden von der Gesellschaft sicher angelegt – diese investiert sie entweder in Anleihen oder in sichere Wertpapiere.

Die Gesellschaften bieten dem Kunden außerdem das sogenannte garantierte Pensionskapital. Das bedeutet: Der Kunde erhält eine garantierte monatliche Auszahlung (Pension) ab einem vereinbarten Zeitpunkt. Je länger die Versicherungszeit ist, umso höher ist auch die monatliche Auszahlung der Pensionsversicherung.

Aber der Kunde hat auch die Möglichkeit, dass er die Pensionsversicherung im Vorfeld als Kapitalauszahlung beantragt bzw. diese Kapitalauszahlung anstelle der monatlichen Zahlungen in Anspruch nimmt. Der Nachteil: Bei einer Kapitalauszahlung sind die monatlichen Prämienleistungen nicht von der Steuer absetzbar.

Wie auch bei allen anderen Versicherungen: Der Vergleich der unterschiedlichen Angebote und Anbieter lohnt sich.

Was passiert bei einem Todesfall

Im Todesfall erhalten die in der Polizze angegebenen bezugsberechtigten Person die Prämien und eine etwaige Gewinnbeteiligung. Eine im Vorfeld bekannte Versicherungssumme, wie etwa bei der Er- und Ablebensversicherung, gibt es jedoch bei der Pensionsversicherung nicht. Eine Gewinnbeteiligung wird im Vorfeld nur „vorsichtig geschätzt“ und ist nicht verbindlich.

Eine Versicherungsgesellschaft, die private Pensionsversicherungen anbietet, veranlagt die Investitionen aber grundsätzlich konservativ und somit sicher. Dadurch bleibt für die Nachkommen auch im Todesfall die Mindestsumme des einzahlenden Kunden erhalten.