Pellets

Ein Pellet ist kleiner zylindrisch geformter Körper. Da er meist als Schüttgut verkauft wird und ein Einzelerwerb nicht möglich ist, ist die Bezeichnung „Pellets“ gängiger.

Die Pelletherstellung, auch Pelletierung genannt, wird der Agglomeration zu geordnet

 Holzpellets
(Bild: Urheber Tom Bruton, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Holzpellet#/media/File:Pellets_hand.jpg)

Arten der Pellets

Die Holzpellets aus Sägemehl, anderen Holzabfällen, aber auch aus Waldholz gewinnen stark an Bedeutung. Sie sind der Regel-Brennstoff in Pelletheizungen. Des Weiteren gibt es:

  • Torfpellets
  • Strohpellets
  • Restwertpellets

Die Pelletierung bietet gegenüber anderen biogenen Festbrennstoffen verschiedene Vorteile, wie z. B. die Nutzung als Brennstoff in Pelletheizungen. Beim Verbrauch dominieren private Kleinfeuerungen, da größere Feuerungsanlagen nicht auf die Pelletierung von Brennstoffen angewiesen sind.

Pelletpreise

Haushaltsmengen (Bestellmenge: 6 t) kosten aktuell (April 2017) 24,01 Cent pro kg.

Pelletpreise nach Regionen

Westösterreich: 25,42 C/kg (Tirol und Vorarlberg)
Nordösterreich: 23,59 C/kg (Salzburg, OÖ, NÖ und Wien)
Südösterreich: 23,83 C/kg (Kärnten, Steiermark und Burgenland)

Kostenvorteil von Pellets gegenüber fossilen Energieträgern

Fossile Energieträger sind auch deutlich teurer als Pellets.

Heizöl (extraleicht): um 45,5% teurer
Erdgas: um 68,2% teurer

Saisonale Preisentwicklung

Holzpellets weisen in Österreich in der Regel einen saisonalen Verlauf auf.
Günstigster einkaufen kann man eher im Frühjahr im Zuge der sogenannten Einlagerungsaktionen.
Dies ermöglicht es den Pelletlieferanten den Brennstoff schon frühzeitig beim Kunden zu lagern. Im Durchschnitt sind die Pellets im Herbst du Winter zwischen 5 und 10% teurer.

 

Heizkostenersparnis pro Jahr

Pellets sind wegen ihres geringer Preises sehr attraktiv, ein Umstieg von Heizöl auf Pellets kann die laufenden Kosten erheblich vermindern.
Die Ersparnisinnerhalb der letzten 10 Jahre bewegt sich durchschnittlich in der Höhe der Investitionskosten für eine neue Pelletheizung.
Der Kostenvergleich berücksichtigt nicht den Wirkungsgrad, die Umstellungs- bzw. Investitionskosten und allfällige Wartungskosten des Heizsystems., trotzdem gelten Pellets doch als billiger. Immer wieder wird auch behauptet, dass die Pelletkosten den Ölkosten folgen. Das stimmt aber nicht. Die Heizölkosten unterliegen regelmäßig extremen Schwankungen, die Kosten für Pellets sind aber weitgehend stabil.

Situation in Österreich

In Österreich liegen die Produktionskapazitäten nach Inbetriebnahme neuer Anlagen bei etwa 900.000 Tonnen. Anfang 2006 waren es noch 500.000 Tonnen, was einer knappen Verdopplung des Inlandsbedarfs entspricht. Hohe Lagerreserven sind aufgrund der milden Winter vorhanden.  Allerding ist zu beachten, dass sich auch die skandinavischen Länder und zunehmend die EU-Oststaaten zu Pellet-Exporteuren entwickeln. Bereits 2020 soll in Österreich der Pelletsbedarf laut des staatlichen Umweltbundesamtes doppelt so groß sein im Bezug auf 2010.

Gefahren durch Pellets

Pellets werden gepresst um ihre Form zu erhalten, die inneren Strukturen werden beim Pressen aber teilweise zerstört. Gefahren entstehen dadurch durch Abbauprodukte wie Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff, die aus den Pellets austreten und sich in der Luft, beispielsweise in einem Pelletsilo, anreichern können. Erste Todesfälle durch schwere Vergiftungen sind bekannt. So kamen im Januar 2010 und im Februar 2011 Menschen zu Tode. Sie starben an Vergiftung durch das unsichtbare und geruchlose Gas Kohlenmonoxid, dass sie inhalierten.

Holzpellets in der industriellen Verwendung

Grundsätzlich teilt man Holzpellets in fünf Größenklassen und zwei Wassergehaltsklassen ein. Der Anteil wird mit maximal 10 bzw. 15 % Wassergehalt gehandelt. Daneben gibt es noch Klassen für Aschegehalt, mechanische Festigkeit, Feingutanteil und Schüttdichte sowie für Schwefel- , Stickstoff und Chlorgehalt.

Holzpellets in der nichtindustriellen Verwendung

Neben der industriellen gibt es auch die nichtindustrielle Verwendung.  Man spricht hier von einer Schüttdichte von mindestens 600 kg/m³, der Feingutanteil darf höchstens 1 % betragen.
Auch hier gibt Eigenschaftsklassen, die anders als bei der industriellen nur drei Stufen hat.
Pellets der Klassen A1 und A2 sind aus erntefrischem Holz oder chemisch unbehandelten Holzrückständen hergestellt. Pellets der Klasse B können auch aus Industrie-Restholz und chemisch unbehandeltem Gebrauchtholz bestehen.

Kritik an Pellets

Beim Vorgang der Verpressung werden bis zu 2 % Presshilfsmittel, hauptsächlich Roggenmehl und Maismehl, verwendet. Die Mehle, sofern nahrungsmitteltaugliche genutzt werden, stehen  nicht mehr für die Erzeugung von Nahrungsmitteln zur Verfügung.

Da der Bedarf an Pellets immer weiter steigt, soll Totholz zur Pelletherstellung verwendet werden, was besonders Umweltorganisationen auf den Plan ruft. Sie sehen darin eine Gefahr für den Artenreichtum im Wald, da totholzabbauende Organismen fehlen.
Allerdings stimmt dies nicht wirklich, da Totholz nicht zu Zwecken der Pelletherstellung genutzt wird.

International gibt es auch Holzpellets aus Tropenholz.
Die Gefahr darin ist, dass man es ist nicht auszuschließen kann, dass für diese Art von Produktion Regenwälder

Auch die Preise einer solchen Heizung stehen in der Kritik. Pelletheizungen stellen dann „unter Annahme niedriger Preise“ sogar das teuerste Heizsystem, dass brennstoffbetrieben wird, dar“.

Holzpelletheizung

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Heizungen.

  • Einzelöfen
  • Zentralheizungen
  • Anbaupelletbrenner

Einzelöfen

Pellet-Einzelöfen sind in der Regel Anlagen im Leistungsbereich von max. 6–8 kW und weniger. Sie werden direkt im Wohnraum aufgestellt und verfügen in der Regel über einen kleinen Vorratsbehälter für Brennstoffe. Die Brennstoffzufuhr und die Regelung der Verbrennung werden automatisch gesteuert. Das Angebot an Pellet-Einzelöfen ist ähnlich vielfältig wie bei Scheitholzöfen, auch Ausführungen mit Sichtfenster werden angeboten. Sie ermöglichen den berühmten romantischen Blick auf das Feuer.

Zentralheizungen

Pellet-Zentralheizungen gibt es ab 3,9 kW aufwärts. Sie eignen sich für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern und auch für größere Wohneinheiten. Hybrid- oder Kombianlagen können auch zusätzlich mit anderem Brennholz (wie Scheitholz) benutzt werden. Es ist also kein reiner Pelletofen.

Anbaupelletbrenner

Anbaupelletbrenner heißen einzelne Pelletbrenner, die an Öl- oder Holzkessel montiert werden.
Sie sind eine preiswerte Alternative zu einer kompletten Heizungsumstellung.

Quellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Pellet
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Holzpellet
  • http://www.lagerhaus.at/holzpellets+2500+1076548