Mobile Datentarife und BreitbandinternetanbieterEine Vielzahl an Unternehmen versorgen die Österreicherinnen und Österreicher mit mobilen Netzen der vierten Generation (4G) und modernen Glasfaser-Verbindungen.

Diese Fragen helfen bei der Auswahl des richtigen Internetanbieters: Welches Datenvolumen macht zu welchem Preis Sinn? Welche Geschwindigkeiten sind für bestimmte Tätigkeiten im Netz notwendig? Wo sollte die Suche nach dem idealen Angebot gestartet werden?

Welches Internetpaket passt zu mir?

TarifauswahlBevor die Angebote verglichen werden, muss erst einmal die genaue Nachfrage bestimmt werden. Jeder nutzt schließlich das Internet anders und der Anbieter muss genau zu dieser Verwendungsweise passen. Manche wollen nur Mails schreiben und hin und wieder Skypen oder ein wenig auf News-Seiten surfen. Andere verschaffen sich durch das World Wide Web einen Zusatzverdienst oder das Internet stellt sogar die Haupteinnahmequelle dar. Die verschiedenen Bandbreiten müssen der individuellen Nutzung entsprechen:

Wir haben hier einige Musterbeispiele für Sie aufgesetzt:

  • Konsum von wenig Video Content (z.B.: YouTube), E-Mails verfassen, Online Banking → 8 Mbit Download
  • Online Gaming, 720p Videos schauen → 16 Mbit Downloadrate
  • Konsum vieler HD Videos und von Fernsehprogrammen bzw. HDTV → 50 Mbit / s
  • Professioneller Umgang mit großen Datenmengen → 100 Mbit pro Sekunde (Uploadrate ebenfalls beachten!)
  • Streamen von Games auf Twitch.tv oder anderen Plattformen → 5 Mbit Upload

Raketenschnelles InternetGaming: Internet für Online Spiele


Hinweis:
Beim Gaming geht es mehr um den Ping, als um die reine Bandbreite. Nur bei einem niedrigen Ping lässt sich sogenannter Lag (Verzögerungen) vermeiden. Die Latenz wird durch Verarbeitungszeit der Zwischenstationen und in gewissem Ausmaß durch die Entfernungen bestimmt. Gaming ist also nur eingeschränkt ein Argument für eine schnellere Verbindung.

Mobiles Internet – Handytarife:

Bei der Entscheidung für ein mobiles Internet geht es auch um Bandbreiten, aber derzeit noch um einen viel wichtigeren Punkt, der bei Festnetzleitungen gar kein Thema mehr ist: das Datenvolumen. Das Festnetz beruht bei praktisch jedem Paket auf dem Flatrate Modell. Es geht folglich nicht darum, wie viel gedownloaded wird, sondern nur wie schnell dies geschieht. Die wenigsten mobilen Angebote sind derart großzügig. Die Datenmenge ist meist auf 3 GB oder 5 GB beschränkt. Danach wird entweder die Geschwindigkeit empfindlich und vor allem unbrauchbar gedrosselt oder es fallen hohe Zusatzkosten an. Bevor ein bestimmter Tarif gewählt wird, muss analysiert werden, wie viele Fotos über das Smartphone auf Instagram hochgeladen, wie viele Videos auf dem Tablet geschaut und wie viele Apps genutzt werden.

Hinweis: Gerade bei der Verwendung vieler Apps müssen die regelmäßigen Updates Beachtung finden. Die Datenmenge sind dabei nicht unerheblich.

Die Geschwindigkeit im mobilen Sektor bestimmt sich durch die Verwendung der jeweiligen Mobilfunk Generation. Die 3. Generation (3G) bietet in der Regel rund 20 Mbit/s Downlink und rund 5 bis Mbit/s Uplink. Die 4. Generation (4G) ist um einiges leistungsstärker. Aber auch in diesem Fall wird nicht das gesamte Potenzial ausgereizt. Das Mobile Internet mit diesem neuesten Standard unterstützt meist 50 Mbit/s im Downlink und rund 10 Mbit/s im Uplink, obwohl 100 in beide Richtung möglich wären.

Verfügbare Anbieter

glasfaserinternetBei der Antwort bewegen wir uns von der lokalen Ebene auf die Bundesebene. Vor allem in größeren Städten sorgen die Stadtbetriebe meist für einen erstklassigen Anschluss an das World Wide Web. So bietet beispielsweise Wien Energie ein hervorragendes Glasfasernetz. Im Westen von Österreich kann der Anschluss der Innsbrucker Kommunalbetriebe empfohlen werden. Vielerorts sollte die Recherche mit lokalen Anbietern starten. Die Kosten befinden sich in einem guten Verhältnis zur Leistung und die Abdeckung mit Glasfasertechnologie ist meist sehr flächendeckend. Um diese Anbieter zu finden, einfach nach der Seite der örtlichen Stadtbetriebe bzw. Stadtwerke suchen. Gut sortierte Vergleiche im Internet können ebenfalls weiter helfen.

 Hinweis: Gerade  bei einem Vergleich im Netz muss etwas genauer hingesehen werden, um diese Angebote zu entdecken, denn die lokalen Unternehmen bieten kaum Provisionen für eine Kundenvermittlung. Aus diesem Grund werden die folgenden Anbieter meist prominenter dargestellt.

Neben diesem Geheimtipp existieren selbstverständlich auch die Internetanbieter, die bundesweit agieren und deshalb in den Medien sehr präsent sind:

  • A1 aka mobilkom
  • 3
  • Energie AG (Mehr dazu hier.)
  • UPC mit dem Kabel-Internet
  • Tele 2
  • Telematica als relativ neuer Anbieter

In der Regel werden die Angebote dieser vier Unternehmen miteinander verglichen. Tendenziell punktet UPC im High-Speed Bereich, während Tele 2 eher die Nachfrage nach günstigem Internet bedient. A1 und Telematica bieten solide, durchschnittliche Tarife, besonders A1 ist aber preislich definitiv im höheren Segment. A1 ist in vielen Regionen der Alpenrepublik der Marktführer, während Telematica teilweise besonders attraktive Sonderaktionen besitzt, um in Sachen Marktanteil aufzuholen.

Hinweis: Bei manchen Paketen ist ein TV-Anschluss inkludiert und kann nicht abgelehnt werden. In diesen Fällen muss geprüft werden, welchen tatsächlichen Aufpreis die Fernsehsender im Vergleich zu anderen Tarifen erzeugen. 

Tipp: Viele Internetanbieter versuchen mit Sonderangeboten Kunden zu akquirieren. In diesen Fällen muss aber immer die Laufzeit bzw. Bindungsfrist beachtet werden. Angesichts eines 24-monatigen Vertrags erscheinen 3 Monate Rabatt nicht immer vorteilhaft.

Quellen, Anbieter und weitere Informationen: