Heizöl

Heizöl ist eine Mischung aus Kerosin und verschiedenen Gasölfraktionen sowie diversen Additiven.

Unterschieden wird in:

  • extra leicht
  • extra leicht schwefelarm
  • leicht
  • mittel
  • schwer
  • extra schwer

Beim Preis gibt es auch innerhalb Österreich Unterschiede. In den einzelnen Bundesländern variiert der Preis zum Teil stark.

Wieviel Sie für Ihr Öl zahlen finden Sie ganz einfach unter dem folgenden Link:

Für was kann man Heizöl verwenden?

Technisch gesehen ist Heizöl auch für die älteren Dieselmotoren verwendbar.
Bis vor 20 jahren waren Diesel- und Heizöl nahezu identisch, sodass damals Dieselmotoren Heizöl verbrennen konnten.
Passen Sie hier aber auf! –> Der Einsatz als Kraftstoff für Fahrzeuge ist jedoch strafbar
(wird als Steuerhinterziehung geahndet). Weiterhin erlischt die Erlaubnis zur Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs, mit allen hieraus resultierenden rechtlichen Konsequenzen. Den ersparten Preis könnten Sie also teuer bezahlen.

Um das nicht aus versehen zu verwechseln wird Heizöl und schwefelarmes Heizöl mit einem roten Farbstoff eingefärbt.

Seit 1995 sind die Qualitätsunterschiede zwischen Diesel und Heizöl immer größer geworden. Chemisch gesehen enthält Heizöl bis zu 1000 mg/kg Schwefel, während Diesel in Österreich flächendeckend mit 10 mg/kg Schwefelanteil zur Verfügung steht. Die heutigen Motoren und Abgasreinigungssysteme würden durch den hohen Schwefelanteil nachhaltig geschädigt, Sie würden Ihr eigenes Auto mit der Zeit schrottreif fahren.

 Preise allgemein

Die Preise orientieren sich am sogenannten Rotterdamer Markt.  Die allgemeine Referenzdichte ist mit 0,845 kg/dm³ vereinbart (wie beim Dieselkraftstoff).

Bei der Preisbestimmung sind Transportkosten, Lagerkosten (und diverse andere Kosten) sowie die erwünschte Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu berücksichtigen.

Der Heizölpreis korreliert, genau wie die Preise von Diesel und Benzin, direkt mit dem Rohölpreisniveau, der besonders in den letzten Jahren dramatisch fiel. Seit 2012 ist der Heizölpreis auf ein Niveau gesunken, das mit dem der Jahre 2005 und 2006 vergleichbar ist. Durch diese Unsicherheiten ist eine seriöse Prognose für die Preisentwicklung von Heizöl kaum möglich ist.

Verbrauch

Der Verbrauch in Deutschland betrug 2007 etwa 6,1 Millionen Tonnen. Alle Produktionsüberschüsse wurden aus Deutschland exportiert. Den prozentual höchsten Anteil hatte mit 83% die Industrie, 9 % fiel auf die Stromerzeugung in öffentlichen Elektrizitätswerken sowie 7 % auf die Fernwärmeerzeugung. Das restliche Prozent ist insbesondere dem Bereich der gewerblichen Kleinverbraucher (z.B.: Gärtnereien) zuzurechnen.

Heizöllagerung

Der folgende Abschnitt umfasst die Lagerung und diesbezügliche Handhabung von Heizöl. Die Anforderungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aufgrund der verschiedenen Gesetzgebung und des Gewässerschutzes.

Unterschieden werden bei der Heizöllagerung die Fälle unterirdische Lagerung und oberirdische Lagerung. Gleich bleibt aber, dass die Lagerbehälter in einem dichten und beständigen Auffangraum ohne Abläufe aufgestellt werden müssen.

Unterirdische Lagerung

Unterirdisch wird deshalb sehr gerne gelagert, da die Witterung dem Behälter nicht zusetzen kann. Sonneneinstrahlung, Regen, Schnee und Hagel sowie mechanische Störgrößen haben keine Auswirkung. Beachten muss man allerdings den äußeren Korrosionsschutz der Tanks.

Behälter

Wichtig bei unterirdischen Tanks ist die doppelwandige Bauweise (z. B. Stahlbehälter nach DIN 6608). Wollen Sie eine einwandige Bauweise brauchen Sie dazu eine eingelegte Kunststoffhülle oder eine Auffangwanne. werden.

Einbaurichtlinien

Eine Reihe von Einbaurichtlinien müssen vor Ort erfüllt werden: Der Tank selbst muss von steinfreier Erde umgeben sein und mit einem Gefälle von 1 bis 2 % verlegt werden.

!!!Achtung!!!
„Von Grundstücksgrenzen und anderen Leitungen sowie von Gebäuden sind ein Meter (1m) Abstand zu halten, zu anderen Behältern 40 cm. Ein besonderer Fall ist die Flussnähe oder der erhöhte Grundwasserspiegel, wo man in Überschwemmungsgebieten sicherzustellen muss, dass der Tank nicht aufschwimmt.“

Dies kann man durch eine Überschichtung mit einer entsprechenden Betondecke oder Verankerung an einer Betonsohle erreichen.

Beachten Sie die Prüfpflicht

Unterirdische Behälter sind nach den landesrechtlichen Vorschriften genehmigungs- und alle fünf Jahre prüfpflichtig. In Wasserschutzgebieten verkürzt sich die Prüfpflicht auf 2 ½ Jahre.

Oberirdische Lösung

Die weit verbreitete Kellerlagerung im Wohnhaus ist eine oberirdische Lagerung. Weil Leckagen sichtbar wären, sind einwandige Behälter zugelassen. Deren Volumen muss im Versagensfall von einer Auffangwanne aufgenommen werden können. Die Auffangwanne kann gemauert sein und muss einen ölfesten Anstrich haben. Alternativ kann der Lagerraum als Auffangwanne hergerichtet werden, indem er mit einem ölfesten Anstrich versehen wird. Die Anstrichhöhe ist abhängig vom Behältervolumen.

Behälter

Neben den einwandigen Stahlbehältern gibt es auch Batteriebehälter aus glasfaserverstärkten Kunststoffen sowie aus Polyamid und Polyethylen.

Lagerraum

Lagert man sein Öl im Heizraum, ist zwischen Kessel und Lagerbehälter ein Sicherheitsabstand von einem Meter einzuhalten. Alternativ muss man auch einen Strahlungsschutz einbauen. Maximale Füllmenge sind 5000 Liter im Heizraum.

Die Heizöllagerräume müssen feuerbeständig bzw. feuerhemmenden sein, nach außen selbstschließenden Türen haben und mit einer Auffangwanne versehen werden. Da Putze und Zemente ölundurchlässig sind, sind sie auszuführen und die Türschwelle muss so hoch angesiedelt sein, dass auslaufendes Öl nicht entweichen kann.(Beachten Sie hier die Maximalfüllmenge!!!) Die Bodenabläufe müssen integrierte Heizölsperren haben und fangen gegebenenfalls auslaufendes Öl auf. Die maximal zulässige Lagermenge beträgt im Heizöllagerraum 100.000 Liter.

Quellen:

  • https://www.heizoel24.at/heizoelpreise
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Heiz%C3%B6l
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Heiz%C3%B6llagerung