Manchmal kommt man in seinem Job an den Punkt, an dem man einfach nicht mehr weitermachen kann oder will. Sei es wegen den Kollegen, dem Gehalt oder allgemeiner Unzufriedenheit: der nächste logische Schritt ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Arbeitnehmerkündigung

 

Gekündigt werden kann nur ein unbefristetes Dienstverhältnis, ein befristetes Dienstverhältnis endet durch den Ablauf der vereinbarten Zeit.

Kündigungsschreiben

Um einen Beweis für die Kündigung zu haben, ist es sinnvoll, schriftlich zu kündigen, aber natürlich sind auch mündliche Kündigungen gültig. Es muss der Wille erkennbar sein, dass das Arbeitsverhältnis beendet werden soll, außerdem sollten die Namen beider Parteien, das Datum der Erstellung des Kündigungsschreibens, das Datum des Endes des Arbeitsverhältnisses und die Unterschrift des Arbeitnehmers enthalten sein.

Kündigungsschreiben Vorlage

Vorlage Kündigungsschreiben

Ein Grund für die Kündigung muss nicht genannt werden, dabei besteht immerhin auch die Gefahr, die Leitung des Unternehmens zu treffen. Dies sollte eher in einer persönlichen Zusammenkunft angesprochen werden.

Kündigungsfrist

Wenn nichts anderes vereinbart wurde, können Angestellte zu jedem Monatsletzten kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt ab dem Zugehen der Kündigung an den Arbeitgeber im Anschluss einen Monat, kann aber vertraglich auf bis zu 6 Monate ausgedehnt werden. Bei ArbeiterInnen sind die Kündigungstermine und -fristen zumeist in den Kollektivverträgen geregelt. Im Zweifelsfall geben die Arbeiterkammer oder die zuständige Fachgewerkschaft Auskunft.

Ansprüche des Arbeitnehmers

Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer steht diesem eine Endabrechnung zu, welche zumindest Lohn bzw. Gehalt bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses, anteilige Sonderzahlungen laut Arbeitsvertrag und Urlaubsersatzleistung enthält. Die Abfertigung Alt steht dem Arbeitnehmer nicht zu, außer es handelt sich um spezielle Fälle wie Pensionsantritt oder dauernde Berufsunfähigkeit.

Dem Arbeitnehmer stehen bei eigener Kündigung keine Postensuchtage in Form von bezahlter Freizeit zu.

Krankenversicherung

Nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer weitere sechs Wochen lang Anspruch auf Sachleistungen der Krankenversicherung. Bei neuen Krankheitsfällen besteht der Anspruch auf Krankengeld noch für drei Wochen.

 

Quellen

https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/beendigung/Arbeitnehmer-Kuendigung.html

https://www.wko.at/Content.Node/Service/Arbeitsrecht-und-Sozialrecht/Arbeitsrecht/Dienstverhaeltnis/Aufloesung/Arbeitnehmerkuendigung.html

http://www.karriere.at/c/kuendigung