Die Wahl zum Bundespräsidenten 2016 hat Österreich gespalten. Die Mitte ist im ersten Durchgang der Wahl gestorben und die Bürger mussten zwischen einem Linken und einem Rechten entscheiden. Gab man seine Stimme ab, musste man sich zwischen Blau und Grün, zwei Extremen der österreichischen politischen Landschaft entscheiden.

Van der Bellen sieht in dieser sehr schwierigen Situation etwas Gutes, da „sehr viele Menschen miteinander diskutiert, gerungen und gestritten“ hätten, „quer durch alle Berufe, Schichten und Familien“ und das sei gut, ein schönes Zeichen, weil den Menschen die Politik somit nicht egal sei.

Alexander Van der Bellen sieht Österreich trotz 50/50 als Ganzes

Alexander Van der Bellen sieht Österreich trotz 50/50 als Ganzes

Van der Bellen meint aber auch, dass eine Menge Arbeit vor Österreich liege. Menschen in diesem Land fühlten sich nicht gesehen und nicht gehört. Laut orf.at wolle er ein konstruktives Gegenüber für Parlament und Regierung sein:

Er wolle „behutsam mit den Rechten und Pflichten des Amtes umgehen“. Er wolle Österreich im Ausland bestmöglich vertreten, im Inneren auf Verbindliches bauen und für die Wirtschaft im Sinne der Arbeitsplätze „als Türöffner wirken“. Sein Ziel steckte er zum Abschluss der Rede denkbar hoch: „In sechs Jahren sollen möglichst alle Menschen in Österreich sagen können: ‚Ja, mir geht es gut.‘“