Europawahl 2014 Hochrechnungen Wahlergebnisse

Ein Pflicht-Termin für die österreichischen Wähler: Die Europawahl 2014 fand am Sonntag, 25. Mai, statt. Wir haben im September / Oktober 2013 ausführlich über die Nationalratswahlen berichtet. Auch heuer bieten wir hier umfangreiche Informationen über die Europawahl und werden die Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Europawahl 2014 speziell für Österreich hier regelmäßig aktualisieren.

Europawahl 2014 Wahlergebnisse für ganz Österreich

*Update am 25.05.2014 um 22:00* Das Wahlergebnis der EU Wahl 2014

Das vorläufige Wahlergebnis der Europawahl 2014 in Österreich inkl Wahlkartenprognose aber exkl Wahlkarten sieht wie folgt aus: ÖVP ist die stimmenstärkste Partei mit 27,3% und 5 Mandaten, gefolgt von SPÖ mit 23,8% und ebenfalls 5 Mandaten, FPÖ mit 19,5% und 4 Mandate, Grüne 15,1% / 3 Mandate, NEOS 7,9% und 1 Mandat. Alle anderen Parteien kommen in Summe auf 6,4% und erhalten kein Mandat.

Wahlergebnisse Europawahl EU Wahl 2014 Österreich

Quelle: http://news.orf.at/wahl14/

Hier die Detailergebnisse der Bundesländer:

*Update am 25.05.2014 um 17:00* Die ersten Hochrechnungen für Österreich sind da!

Etwa die Hälfte aller Stimmen in Österreich sind bereits ausgezählt. Die ÖVP kommt auf 27,1%, SPÖ 23,8%, FPÖ 20,1%, Grüne 14,6%, NEOS 8,3% und Sonstige 6,1%. Auf orf.at bekommt man hier auch gleich einen Einblick in die Mandate. ÖVP bekommen 5 Mandate, SPÖ 5 Mandate, FPÖ 4 Mandate, Grüne 3 Mandate und NEOS 1 Mandat.

Erste Hochrechnungen EU Wahl Europawahl 2014

Quelle: http://news.orf.at/wahl14/

*Update am 25.05.2014 um 16:30* Tag der EU Wahl – Die Europawahl 2014 geht in Österreich zu Ende. Die letzten Stimmen werden gerade abgegeben. Bis 17:00 darf gewählt werden und ab 17:00 wird es erste Hochrechnungen in Österreich geben. Wir berichten hier LIVE. Ab 16:45 startet im ORF die Sondersendung mit Berichterstattungen zu den Ergebnissen. Viele Österreicher und auch die Spitzenkandidaten Freund, Karas, Vilismky, Lunacek, Werthmann, Mlinar und Ehrenhauser wurden unter Pressebegleitung zur Wahlurne begleitet.

*Update am 25.05.2014 um 16:00* Die EU Wahl ist in den Niederlanden, Großbritannien, Irland, Tschechien, Lettland, Malta und Slowakei schon zu Ende. In diesen Ländern wurde schon von Donnerstag bis Samstag gewählt. Heute folgen Österreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, Ungarn, Zypern

*Update am 22.05.2014* Der EU Wahlkampf geht zu Ende

Hier zwei spannende Beiträge zur Europawahl aus der ZIB 2, moderiert von Armin Wolf. Speziell geht is über ÖVP Kandidat Othmar Karas und das Gesicht der SPÖ im Wahlkampf, Eugen Freund. Hier die beiden Videos:
Quelle

ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas ist Politiker, seit er vor 40 Jahren Chef der Jungen ÖVP war, seit 1999 sitzt er im EU-Parlament. SPÖ-Frontmann ist ORF-Pensionist Eugen Freund, dessen Frontenwechsel von zahlreichen Fettnäpfchen begleitet war. Beide halten Distanz zu ihren Parteien.

ÖVP-Kandidat Karas wirft SPÖ-Frontmann Freund vor, noch immer nicht zu wissen, wie das Europaparlament funktioniere und will nicht sagen, ob er das Amt des EU-Kommissars anstrebt. SPÖ-Kandidat Freund kann keine Punkte nennen, worin sich die SPÖ von den Grünen unterscheidet. Einig sind sich beide, dass entweder Schulz oder Juncker neuer Kommissionspräsident werden wird.

Eugen Freund wirkt unvorbereitet und kann mit den Fragen von Armin Wolf kaum umgehen, Othmar Karas nutzt die Chancen und kontert gezielt auf die Schwächen von Freund. Gewinner des Duells ist aus unserer Sicht dennoch: Armin Wolf.

Was ist die Europawahl?

Bei der Europawahl 2014 wird das Parlament unseres europäischen Staatenbundes gewählt. Es nimmt im politischen Leben Europas eine wichtige Rolle ein: so verabschiedet es Gesetze, diskutiert den Haushaltsplan und kontrolliert andere EU-Organe. Die 766 gewählten Mitglieder arbeiten dabei eng mit dem Europa-Rat zusammen.

Parteien & Spitzenkandidaten für die Europawahl aus Österreich

Der Wähler kann seine Stimme verschiedenen angetretenen Parteien geben, die wiederum durch einen Spitzenkandidaten vertreten sind. So tritt für die SPÖ Eugen Freund an, ehemaliger ORF-Korrespondent, für die ÖVP Othmar Karas, derzeitiger Vize-Präsident des EU-Parlaments. Die FPÖ vertritt der Generalsekretär und NR-Abgeordnete seiner Partei Harald Vilimsky, die Grünen die EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek. Für die Neos kandidiert Angelika Minar, derzeit Mitglied im Nationalrat, für die Rekos Ewald Stadler, EU-Abgeordneter. Europa-anders wird vertreten durch Martin Ehrenhauser, EU-Abgeordneter, die BZÖ durch Angelika Werthmann, ebenfalls EU-Abgeordnete.

Themen rund um die Europawahl

Wichtige Themen des Europawahlkampfs 2014 sind Migration, Staatsverschuldung, Bürokratieabbau und die gegenseitige Verantwortung der Europäischen Mitliedstaaten.

Wählen mit der Wahlkarte

Eine Wahlkarte ermöglicht eine unpersönliche Stimmabgabe. So kann jeder seinen Anspruch, zu wählen, durchsetzen, auch wenn er ortsabwesend, krank oder im Ausland ist. Auch Häftlinge können auf diese Weise Ihre Wahlberechtigung wahrnehmen. Manche Gemeinden ermöglichen den Erhalt einer Wahlkarte per Online-Antrag, ausgestattet mit einer Handy-Signatur oder mit e-Card zur Sicherstellung Ihrer Person. Stattdessen können Sie auch eine Ausführung mit elektronischer Signatur bestellen, die Ihnen dann per Post zugeschickt wird. Wollen Sie auf die elektronische Signatur verzichten, müssen Sie Ihre Wahlkarte als Einschreiben entgegen nehmen. Erreichbar waren diese Wahlmittel ab Anfang Mai 2014, da für die Fertigstellung zunächst Wahlvorschläge vorliegen mussten.

Wählen per Briefwahl

Wahlkarten müssen am Wahlsonntag, dem 25. April 2014, bis spätestens 17:00 Uhr abgegeben werden. Entscheiden Sie sich für die Briefwahl, sehen Sie die Einsende-Adresse auf der Wahlkarte abgedruckt. Das notwendige Porto wird vom Bund beglichen, ganz gleich, ob die Zustellung aus dem Ausland geschieht. Stattdessen können Sie Ihre Stimme aber auch durch eine andere Person abgeben lassen. Dies kann in einem beliebigen Wahllokal oder einer beliebigen Bezirkswahlbehörde geschehen. Geht die Wahlkarte verloren, wird kein Duplikat ausgestellt.

Was ist die Europawahlordnung?

Die Europawahlordnung der Republik Österreich beinhaltet 91 Paragraphen und 5 Anlagen. Darin sind die beteiligten Körper, Kreise und Stimmbezirke festgelegt und die Rollen von Personen wie Wahlleiter und Wahlbeobachter definiert. Im Regelwerk finden sich ebenfalls die wichtigen Themen der Identitätsfeststellung, der Wahlkosten – und dem Anspruch auf eine Wahlkarte. So sind Planung, Durchführung und Auswertung einer Wahl bis ins Detail geregelt, um allen rechtstaatlichen Prinzipen Rechnung zu tragen. Die fünf Anlagen bestehen aus dem Wählerverzeichnis, der Wahlkarte, der Unterstützungserklärung, dem Abstimmungsverzeichnis und dem amtlichen Stimmzettel.

Warum Wählen gehen so wichtig ist

In Dänemark wird man über dieses schräge / lustige Video zum Wählen animiert:

Wählen zu gehen, ist aus einer Vielfalt von Gründen wichtig. Zunächst kann eine Demokratie nicht funktionieren, wenn nicht das Volk ein Parlament legitimiert. Um Gesetze verabschieden und sein Land vertreten zu können, muss ein Abgeordneter Menschen hinter sich wissen und Rückhalt besitzen. Sollte nur ein kleiner Prozentsatz eines Volkes wählen gehen, wäre die Legitimation eines Parlaments nicht mehr ausreichend gegeben, da die Abgeordneten nur noch bestimmte Gruppen vertreten könnten. Es liegt daher auch im individuellen Interesse des Bürgers, seine Stimme zu ergreifen und nach eigenem Ermessen die Vorgänge im Land mitbestimmen zu wollen. Indem Sie wählen, verhindern Sie auch das Aufkommen von extremistischen Splitterparteien. Verlieren Bürgerinnen und Bürger das Interesse an der Politik, fällt es Demokratiefeinden wesentlich leichter, an Boden zu gewinnen. Indem keine Stimmen abgegeben werden, verlieren Parlament und Staat an Kraft, verlieren Ihre Wehrhaftigkeit. Zudem setzt sich jede Stimme, die für Extremisten gegeben wurde, relativ leichter durch.

Bei der Wahl des Europaparlaments bedeutet eine Stimmabgabe, der europäischen Idee beizustehen und seinen Teil zu einem vereinten Europa beizutragen. Wer wählen geht, begreift sich als EU-Bürger und ist sich seiner damit einhergehenden Wichtigkeit bewusst. Nur indem Sie sich mit den Themen europäischer Politik befassen, etwas bewirken wollen, können Verbesserungen vonstatten gehen. Die Europäische Integration ist also auf das Interesse der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Quellen und weitere Informationen:

Bildquelle: