Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl 04.12.2016

Das offizielle Wahlergebnis und die Hochrechnungen der Bundespräsidentenwahl: Alexander Van der Bellen gewinnt mit 53,3% gegen Norbert Hofer mit 46,7%! Quelle: orf.at

Alexander Van der Bellen gewinnt zum 2ten Mal die Wahl zum Bundespräsidenten in 2016:

Wahlergebnis 2016: Der neue Bundespräsident heißt Alexander Van der Bellen (04.12.2016 um 17:15)

Wahlergebnis 2016: Der neue Bundespräsident heißt Alexander Van der Bellen (04.12.2016 um 17:15)

Alexander Van der Bellen gewinnt die erste Runde der Wahl und wäre somit neuer Bundespräsident

Der erste Wahlgang der Bundespräsidentschaftswahl 2016 fand am 24. April statt. Dabei qualifizierten sich Norbert Hofer mit 35% und Alexander Van der Bellen mit 21% der gültigen Stimmen für die Stichwahl, welche dann am 22. Mai 2016 statt fand. Van der Bellen gewann diese mit 50,3 % der Stimmen gegenüber Hofer mit 49,7 %. Daraufhin brachte Heinz-Christian Strache gemeinsam mit Hofer eine Anfechtungsbeschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) ein. Dieser wurde stattgegeben und die Wahl musste daraufhin wiederholt werden. Als Termin wurde der 2. Oktober angesetzt. Aufgrund einer Panne bei den Briefwahlkarten wurde der Termin für die Stichwahl dann auf den 04.12.2016 verschoben. Folgend sehen Sie das Ergebnis der ersten Stichwahl:

Van der Bellen gewinnt die Wahl

Stichwahl inklusive Wahlkarten: 50,3% Alexander Van der Bellen, 49,7% Norbert Hofer

Bundespräsidentenwahl – 1. Durchgang

Das vorläufige amtliche Ergebnis zeigt 36,4% für Hofer gefolgt von 20,4% Van der Bellen, welche somit beide in die Stichwahl einziehen. Mit 18,5% schafft es Griss knapp nicht in die Stichwahl. Hundstorfer und Kohl kassieren katastrophale Ergebnisse. Lugner wie erwatet wenige Prozent.




Vorläufiges Wahlergebnis der Bundespräsidenschaftswahl 2016 in Österreich

Vorläufiges Wahlergebnis der Bundespräsidenschaftsstichwahl 2016 in Österreich laut orf.at




Hochrechnung inklusive Briefwahlprognose der Bundespräsidentenwahl laut orf.at

Hochrechnung Stichwahl inklusive Briefwahlprognose der Bundespräsidentenwahl laut orf.at

17:45: Hochrechnung Bundespräsidentschaftswahl 17:45. Hofer liegt weit voraus. Van der Bellen baut leichten Vorsprung auf Griss auf.

17:00: Hofer führt mit 36,7% vor Van der Bellen mit 19,7% und Griss mit 18,8%. Hundstorfer und Kohl mit 11,2% sind genau wie Lugner 2,4% aus dem Rennen! 

Hochrechnung Bundespräsidentschaftswahl-Hofer-Sieg-17-45

Hochrechnung Stichwahl Bundespräsidentschaftswahl 17:45. Hofer liegt weit voraus. Van der Bellen baut leichten Vorsprung auf Griss auf.

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - 1700

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen – Stichwahl – Bundespräsidentenwahlen 2016 – 1700. Hofer weit voran. Van der Bellen und Griss haben eine Chance auf die Stichwahl.

Heute, dem 24. April 2016, geht es in Österreich um die Wahl des höchsten Amts bzw. um die Position des Staatsoberhauptes: Der Bundespräsident oder eine mögliche Bundespräsidentin. Das Wahlergebnis, die erste und weitere Hochrechnungen hier LIVE.

Wir werden alle Wahlergebnisse zur Bundespräsidentschaftswahl 2016 veröffentlichen, sobald diese verfügbar sind!  

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Wien

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Wien

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Wien

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Niederösterreich

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Niederösterreich

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Niederösterreich

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Oberösterreich

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Oberösterreich

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Oberösterreich

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Burgenland

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Burgenland

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Burgenland

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in der Steiermark

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Steiermark

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Steiermark

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Kärnten

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Kärnten

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Kärnten

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Salzburg

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Salzburg

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Salzburg

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Tirol

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Tirol

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Tirol

Hochrechnungen & Wahlergebnis der Stichwahl in Vorarlberg

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 - Vorarlberg

Hochrechnungen und Wahlergebnisse der Bundespräsidentschaftswahlen Bundespräsidentenwahlen 2016 – Vorarlberg

 

Die Funktion des Bundespräsidenten sollte dabei möglichst keine Farbe der politischen Landschaft annehmen, dass heisst der oder die BundespräsidentIn sollte gemäß den Kernkompetenzen (zB Ernennung der Regierung) überparteilich agieren.

Doch schon die Bekanntgabe der Kandidaturen birgt sehr viel politischen Zündstoff und wird von vielen Parteien als Selbstzweck wahrgenommen. Parallel existieren noch die Kandidaturen mit leicht satirischem Charakter. Eine genauere Betrachtung der Kandidaten verdeutlicht diese Umstände.

Hinweis: Eine eventuelle Stichwahl würde am 22. Mai 2016 statt finden.

Letzte Umfragen zur Stichwahl der Bundespräsidentenwahl

Folgend die beiden letzten Umfragen von salzburg.com. In den Umfragen führt Dr. Alexander van der Bellen knapp vor Norbert Hofer. Dieser mit etwas Abstand vor Irmgrad Griss. Abgeschlagen sind Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Andreas Kohl (ÖVP) und Richard Lugner:

Bundespräsidentschaftswahl 2016 Umfrage

Bundespräsidentschaftswahl 2016 Umfrage

Bundespräsidentschaftswahl 2016 Umfrage 2

Bundespräsidentschaftswahl 2016 Umfrage 2

Kommentare zu den wichtigsten, potentiellen Präsidentschaftskandidaten 2016

Für eine gültige Kandidatur muss jeder Präsidentschaftskandidat 6.000 Unterstützungserklärungen erhalten. Bis zum 18. März mussten diese Erklärungen vorgelegt werden. Seit dem 19. März stehen folglich die wahren Kandidaten fest.

Die folgenden Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl haben die 6000 Unterstützungserklärungen erreicht:

  • Alexander Van der Bellen ~14.500 Unterstützungeserklärungen
  • Irmgard Griss ~12.000 Unterstützungserklärungen
  • Norbert Hofer ~20.000 Unterstützungserklärungen
  • Rudolf Hundstorfer ~30.000 Unterstützungserklärungen
  • Andreas Khol ~13.0000 Unterstützungserklärungen
  • Richard Lugner ~6000 Unterstützungserklärungen

Alexander Van der Bellen

Der ehemalige Bundessprecher und Klubobmann der Grünen wird schon seit längerer Zeit als Präsidentschaftskandidat gehandelt. Die Grünen trafen schon im Jahr 2014 erste Vorbereitungen für eine potentielle Kandidatur. Viele Österreicher können sich den weisen Großvater der Grünen bestimmt auch gut in der Rolle des Präsidenten vorstellen. Vor allem seine unnachgiebige Integrität wird sehr hoch geschätzt. Gerade diese führt jedoch auch zum ersten großen Politikum in diesem Wahlkampf.

Van der Bellen sieht sich als starker Befürworter der europäischen Idee. Aus diesem Grund verweigert er offen und öffentlich den Obmann der FPÖ, HC Strache, nach einem potentiellen Wahlsieg mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Ob er diese Androhung wahr machen würde, wenn es in der Zukunft so weit käme, sei dahingestellt, aber schon diese Stellungnahme zeigt, dass die Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten auch von ideologischen Motiven geprägt sein wird. Die Erzfeinde Grün und Blau treffen sich hier nur auf einer anderen Bühne.

Ganz im Sinne der Grünen setzt Van der Bellen auch auf viel Transparenz bezüglich der Wahlkampffinanzierung und auf ein konstruktives Herangehen an die Flüchtlingsthematik. Auch die Argumente für ein starkes Europa, selbst wenn ihn diese zu einer Parteiergreifung verführen, scheinen sehr stichhaltig. Alexander Van der Bellen gehört also sicher zu den Top Kandidaten in diesem Rennen im Frühling 2016 und sollte sich vor allem der Stimmen der Intellektualität gewiss sein.

Andreas Khol

Mit dem ehemaligen Präsidenten des Nationalrats geht auch ein Spitzenpolitiker der ÖVP ins Rennen. Die letzten 10 Jahre widmete sich Khol dem Seniorenbund und seiner dortigen Funktion als Obmann. In seinem bisherigen Wahlkampf betont Khol seine Überparteilichkeit, welche er schon als Nationalratspräsident beweisen musste.

Trotzdem könnte die ÖVP nach langer Zeit wieder einen Wahlsieg gebrauchen. Gerade erst kürzlich näherte sich die christlich-konservative Partei stark an die populistische Stellung der Blauen bezüglich der Asylwerber-Frage an. Für die FPÖ scheint der Aktionsplan zwar nur der halbe Weg zu sein, aber es scheint als ob die Schwarzen bemüht wären, wieder ein Profil zu erlangen und gerade Khol könnte als selbst ernannter „christlicher Konservativer“ in dieser Frage viel bewirken. Vor allem die Senioren in Österreich, also eine der größten Wählergruppen, dürfte Dr. Andreas Khol besonders wirkungsvoll mobilisieren.

Rudolf Hundstorfer

Die SPÖ schickt nun auch eines ihrer parteilichen Schwergewichte in das Rennen um die Präsidentschaft. Das zeigt mit welchem politischen Prestige diese Wahl verbunden zu sein scheint. Keine Partei will hier schwach wirken, auch wenn es eigentlich um ein überparteiliches Amt geht.

Hundstorfer hat sich schon bei der Sanierung des Gewerkschaftsbundes einen besonderen Namen gemacht. Außerdem gilt er als sehr sozial, obwohl seine langjährige Tätigkeit als Sozialminister, welche er nun niedergelegt hat, von vielen Seiten scharf kritisiert wird.

Die Organisation seines Wahlkampfes wirkt aber tatsächlich ein wenig überhastet. Während die Grünen schon 2014 eine passende Domain registrierten, fehlen solche Vorbereitungen im roten Wahlkampf vollständig. Das unterstreicht nochmals den Eindruck bezüglich der parteilichen Ziele in diesem Gefecht um die Wählerstimmen. Keine der großen Parteien möchte mit einem Leichtgewicht an den Start gehen, selbst wenn dies wenig Vorbereitungszeit bedeutet. Trotzdem sollte Hundstorfer viele Stimmen aus dem gewerkschaftlichen Arbeiterlager sicher haben.

Norbert Hofer

Angesichts der sonstigen Politikgrößen, die bisher genannt wurden, mutet der Kandidat der FPÖ ein wenig eigentümlich an. Nicht unbedingt jeder Österreicher hat vor seiner Kandidatur schon von Norbert Hofer gehört. In den Interviews bisher wirkte er auch nicht unbedingt so selbstsicher und noch weniger überparteilich als die angesprochenen Kandidaten. Zugegebenermaßen fällt ihm dies durch seine politische Herkunft schon schwerer, denn der blaue Chef HC Strache geriet gerade in jüngster Zeit oftmals mit dem jetzigen Bundespräsidenten Heinz Fischer in kleine Auseinandersetzungen. Jetzt möchte jeder Journalist natürlich wissen, wie dieser potentielle Präsident aus dem blauen Lager in diesen Situationen reagieren würde.

Diese offensichtliche Angreifbarkeit musste Norbert Hofer bewusst gewesen sein, bevor er offiziell antrat und deshalb muss die Frage erlaubt sein, inwieweit es sich hier um eine ernsthafte Kandidatur oder nur um einen blauen PR-Stunt handelt? Das vergleichsweise junge Alter von 44 Jahren scheint ebenfalls von ein wenig Kalkül oder wie es in der Marketingsprache heißt, Unique Selling Proposition, zu zeugen.

Irmgard Griss

Neben all der farblichen Dominanz des bisher dargebotenen, parteilichen Regenbogens, schafft es diese Kandidatin tatsächlich den Eindruck von Parteilosigkeit zu vermitteln. Darüber hinaus scheint ihr Parteiprogramm sehr stark den Meinungsdurchschnitt, also die Mitte der Bevölkerung, anzusprechen. So ist sie beispielsweise für ein starkes Österreich in der EU, aber keineswegs für einen Austritt. Ihr weiteres Programmm spricht eine ähnliche Sprache. Gemäß akademischer Wahlforschung verschafft ihr diese mittige Position gute Chancen.

Es stellt sich nur die Frage, ob Österreich schon bereit für eine weibliche Bundespräsidentin ist. Wenn unsere Gesellschaft das ist, dann gibt es wohl kaum eine bessere Kandidatin dafür. Gerade die Erfahrungen als Präsidentin des Obersten Gerichtshofes könnten sich in ihrem zukünftigem Alltag als besonders vorteilhaft herausstellen – sofern Irmgard Griss tatsächlich gewählt wird.

Richard Lugner

Auch dieser hier zuletzt genannte, leider sehr bekannte Kandidat, fällt wohl eher in die Kategorie PR-Aktion. Bei vielen dieser pseudo-politischen Ambitionen verwundert es ein wenig, dass die Wahl zum höchsten Amt im Staat nicht rund um das traditionelle Faschingsfest abgehalten wird. Also zwischen parteipolitischen Motivationen und reiner Selbstdarstellung bleibt es spannend, wem die Österreicher und Österreicherinnen ihr Vertrauen zusprechen. Dabei bleibt nur die Hoffnung, dass die Vernunft in der Alpenrepublik siegt und die Österreicher Erfahrung, Seriosität und Weitblick auf dem Stimmzettel ankreuzen – egal bei welchem Kandidaten sie diese Werte sehen!

Marschall Robert – nicht genug UE

Dieses Gründungsmitglied der EU-Austrittspartei tritt ebenfalls um das höchste Amt im Staate an. Aber gerade die andauernde Anklage der EU, die Forderung nach österreichischer Abkapselung und die Einwände bezüglich des Wahlrechts klingen sehr stark nach persönlichen Anliegen. Gerade einem Bundespräsidenten stehen diese Beweggründe nicht besonders gut. Auch die bisherigen Wahlschlappen von Robert Marshall zeigen, dass er kaum seine Top-Wählergruppe, nämlich strikte EU-Gegner, hinter sich vereinen kann.

Gernot Pointner – nicht genug UE

Mit derzeit nur 43 Facebook Likes auf seiner Website dürfte auch dieser Kandidat, ähnlich wie Marschall Robert, hart um die 6.000 geforderten Unterstützungserklärungen kämpfen müssen. Die Vorhaben dieses Kandidaten klingen ähnlich fantastisch, wie die Zulassung zur Kandidatur.

Hinweis: Noch eine Vielzahl weiterer Personen nehmen die Präsidentschaftswahl zum Anlass für einen PR-Gag. Dazu zählen Martin Wabl (vierter Versuch), Alois Merz, Luxemburg Adrien, Thomas Reitmayer, Thomas Unden u.v.m.

Quellen und weitere Informationen: