Einstiegsgehälter für Akademiker & Absolventen – Brutto & Netto

In Österreich gibt es etwa  650.000 Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen (Statistik Austria). Jährlich stehen viele Studentinnen und Studenten vor der Frage:“Welches Einstiegsgehalt bekommt man als Akademiker“ oder „Wieviel Gehalt kann ich als Einstiegsgehalt verlangen?„. Gehaltsangaben in Stellenanzeigen werden üblicherweise monatlich oder jährlich in Brutto angegeben. Ein klassisches Angebot in einer Jobbeschreibung kann z.B. folgendermaßen aussehen: „Jahresbruttogehalt von € 33.600,- mit Bereitschaft zur Überzahlung je nach Qualifikation und Berufserfahrung“. Am Ende des Monats wird jedoch nicht der Bruttogehalt auf das Konto überwiesen, sondern nur das Nettogehalt, nach Abzug der Steuern und Versicherungen. Mit dem Brutto Netto Rechner ist es allerdings sehr einfach, das jährliche Bruttogehalt in ein monatliches Netto umzurechnen, um zu sehen, was denn tatsächlich am Konto landet. Die 33.600€ Brutto wären demnach 1617,90€ monatlich (ohne Kindergeld oder Pendlerpauschale). Zusätzlich erhält man 1908,10 als€ Urlaubsgeld / 13. Gehalt und 1870,90€  als 14. Bezug / Weihnachtsgeld. Dies ergibt ein Gesamtnetto von etwa 23.200€ pro Jahr:

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Was sind übliche Einstiegsgehälter?

Das Einstiegsgehalt von Akademikern hängt sehr stark von der Branche ab. Bekannt für besonders hohe Einstiegsgehälter für Absolventinnen und Absolventen ist in Österreich die Hofer KG. Dort bekommt man im ersten Jahr als Trainee 4429 Euro Brutto pro Monat (~2570€ Netto + ~3500€ Urlaubs & Weihnachtsgeld). Im zweiten Jahr 5561 Euro und ab dem dritten Jahr 7285 Euro (~4081Netto + ~5700€ 13. Gehalt und ~6500€ 14. Gehalt) (Quelle: format.at). Die Arbeit bei Hofer hat sicher seine Vorteile und Nachteile, wie in jedem anderen Unternehmen auch. Fakt ist allerdings, dass diese Gehälter weit über den branchenüblichen Einstiegsgehältern liegen.

Einen kurzen Überblick über Einstiegsgehälter findet man auf dieser Tabelle:

Einen detailierteren Einblick in die Gehälter gibt diese Liste von format.at:

Bei den Gehaltsverhandlungen mit dem künftigen Arbeitsgeber sollte man unbedingt darauf achten, sich selbst gut einzuschätzen. Dabei ist es wichtig, nicht zu niedrige, aber auch nicht utopische Gehaltsvorstellungen zu äußern. Grundsätzlich sollte man lieber höher ansetzen und dann gut verhandeln. Die obige Tabelle gibt hier schon einen kleinen EInblick in mögliche Gehälter.

Hier noch ein Auszug von studium.at: AkademikerInnen – Einstiegsgehälter Bruttoverdienst pro Monat:



  • AbsolventInnen Technik: 2.071–2.514 €
  • AbsolventInnen Wirtschaft: € 1.914–2.335 €
  • AbsolventInnen Jus: 1.807–2.192 €
  • AbsolventInnen Sozialwissenschaft: 1.442–1.842 €

Quellen und weitere Informationen:

Praktikantengehalt – Wieviel verdient ein Praktikant?

Brutto / Netto Monatslohn für Praktikanten

Pauschal kann man das Gehalt für Praktikanten leider nicht definieren. Gang und gebe ist es jedoch leider immer noch, dass man als Praktikant überhaupt keinen Lohn bekommt! „Handelt es sich dabei um ein Pflichtpraktikum, so besteht laut Gesetzgeber kein Anspruch auf Gehalt im Praktikum. „, schreibt Luise Köhler auf praktikum.info. Da sich dies etabliert hat, arbeiten jährlich tausende Praktikanten in Österreich, ohne dafür belohnt zu werden. Meist bleibt es dabei auch nicht bei 38,5 oder 40 Stunden pro Woche, sondern Praktikanten werden häufig ausgenutzt und arbeiten weit länger. 

Aktuell gibt es zum Thema „Praktikum“ auch den Bericht „Leiden für den Lebenslauf“ auf orf.athttp://orf.at/stories/2207911/2207913/

0€, 400€, 700€ oder volles Gehalt von 1500€ Netto?

Wer jemandem nichts für das Praktikum bezahlt, muss auch damit rechnen, dass die Motivation des Praktikanten mit der Dauer des Praktikums abnimmt. Ohne Belohnung mehrere Wochen zu arbeiten, spricht einfach gegen jegliche Sinnhaftigkeit. Man sollte sich unbedingt vorher überlegen, welche Kosten während des Praktikums anfallen werden und das Praktikantengehalt sollte mindestens diese Fixkosten decken. Beispiel:

  • 300€ Wohnkosten
  • 100€ Fahrtkosten
  • 150€ Lebensmittel
  • 150€ Bekleidung und Sonstiges

In diesem Falle sollten mindestens 700€ Netto für das Praktikum angepeilt werden.  Der Brutto Netto Lohnrechner verrät uns, dass man im Brutto bei etwa 800-850€ ansetzen sollte. Ganz klar hängt die Höhe des Gehalts der Praktikanten jedoch auch von der Art der Tatigkeit und dem Bildungsgrad aus. So ist ein Praktikum im Zuge einer HTL oder HAK üblicherweise weniger stark bezahlt, als ein Praktikum im Zuge eines Hochschulstudiums an einer UNI oder FH.

Was muss man beim Praktikum beachten?

Glücklicherweise sind aber nicht alle Praktikantenstellen gleich. Um ein Praktikum im Nachhinein nicht zu bereuen, ist die richtige Auswahl des Praktikumsplatzes ein Schlüssel zum Erfolg.  Gute Tipps zum Praktikum findet man dazu auf der Seite der Arbeiterkammer (http://www.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/schule/Praktikum.html). Die wichtigsten Punkte:

  • Die wichtigsten Punkte wie Arbeitszeit, Tätigkeit und Gehalt im Arbeitsvertrag schriftlich vereinbaren sowie die Kollektivvertrags-Zugehörigkeit des Betriebes abklären.
  • Achtung: Überstunden für Jugendliche unter 18 Jahren sind nicht erlaubt.
  • Genaue Tätigkeitsaufzeichnungen und Zeitaufzeichnungen führen und aufbewahren, um – wenn nötig – die Art und Dauer des Arbeitseinsatzes nachweisen zu können.
  • Unrichtige Arbeitszeitaufzeichnungen nicht unterschreiben!
  • Der Arbeitgeber muss (Pflicht-) PraktikantInnen vor Antritt des Dienst- bzw. Ausbildungsverhältnisses bei der Gebietskrankenkasse anmelden und ihm/ihr umgehend eine Abschrift dieser Anmeldung aushändigen.
  • Keine – meist klein gedruckte – Verzichtserklärung unterschreiben!
  • Wenn zustehendes Entgelt bei einem Dienstverhältnis nicht ausbezahlt wurde soll der Arbeitgeber umgehend und schriftlich zur Nachzahlung aufgefordert werden. Vorsicht: Wer zu lange wartet, kann aufgrund von Verfallsbestimmungen Geld verlieren.
  • Wenn Lohnsteuer abgezogen wurde, obwohl keine Lohnsteuerpflicht vorliegt, kann diese innerhalb der nächsten fünf Jahre mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung vom Finanzamt zurückverlangt werden.
  • Wenn es zu Problemen kommt, so ist es sinnvoll, umgehend mit dem Betriebsrat des Betriebs, mit der zuständigen Fachgewerkschaft oder Arbeiterkammer Kontakt aufzunehmen.

Der Superpraktikant / die Superpraktikantin

2009 startete die ÖVP unter Pröll die AKtion „der Superpraktikant“. Details von superpraktikant.at:

Die Bewerbung (3. November – 11. Dezember 2009)

Du hast ab 3. November die Möglichkeit, Dich mit Deinem Beitrag für das einwöchige Praktikum bei Josef Pröll zu bewerben. Jene 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bis zur Deadline am 11. Dezember um 23:59 Uhr die meisten Stimmen haben, steigen in die zweite Runde auf.

Das Voting (12. Dezember – 15. Jänner 2010)

Von den 100 Bewerberinnen und Bewerbern, die es in die zweite Runde geschafft haben, kommen die fünf stimmenstärksten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die große Final-Show am 21. Jänner 2010. Nach dem Motto „Neues Spiel, neues Glück“ werden, wie bei einer Stichwahl üblich, für alle Top100 die gleichen Startvoraussetzungen geschaffen. Daher stellen wir die Stimmen all jener, die in die Top 100 gelangt sind, auf 0 und das Rennen geht von vorne los.

Du kannst von 12. Dezember bis 15. Jänner 2010 Deine Lieblings-Kandidatin/Deinen Lieblingskandidaten unterstützen und ihr/ihm Deine Stimme geben. Bist Du eine/r dieser 100, die noch im Rennen sind, dann kannst Du Deinen persönlichen Wahlkampf starten und die Jagd auf Wählerstimmen eröffnen. Wie Du andere davon überzeugst, für Dich zu stimmen, bleibt allein Dir überlassen, es sind keine Grenzen gesetzt.

Am 15. Jänner um Punkt 23:59 Uhr schließt das „elektronische Wahllokal“. Kurze Zeit später steht das Wahlergebnis fest und es wird bekannt gegeben, welche fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der großen Final-Show am 21. Jänner 2010 dabei sein werden.

Die große Final-Show (21. Jänner 2010)

Der Tag der Entscheidung: Die fünf Kandidatinnen und Kandidaten müssen schwierige (und auch lustige) Aufgaben meistern, die von einer Promi-Jury bestehend aus Josef Pröll und jeweils einem Vertreter der Medienkooperations-Partner bewertet werden.

Wer das Publikum und die Jury am meisten überzeugt, startet einige Tage später in eine der aufregendsten Wochen ihres/seines Lebens.

Das Praktikum (25.-29. Jänner 2010)

Jetzt geht’s los: An der Seite von Josef Pröll erlebst Du Politik hautnah. Du begleitest den ÖVP-Chef und Finanzminister überall dorthin, wo Politik passiert. Ins Parlament, am Weg zum Ministerrat, zu wichtigen Medienauftritten und Terminen. Beim Wiener Jägerball und beim Nachtslalom in Schladming bist du als V.I.P. an der Seite von Josef Pröll live dabei. Für Unterkunft und Verpflegung wird in der Zeit des Praktikums natürlich gesorgt.

Anschließend: 1 Woche Urlaub

Weil eine Woche Politik alles andere als Erholung ist, gibt’s im Anschluss 1 Woche Winter-Urlaub für 2 Personen im ersten Designerhotel Ischgls, inklusive Anreise mit den ÖBB (plus Shuttle ab Innsbruck), Halbpension, 6-Tage-Skipass für die Skiarena Ischgl/Samnaun. Damit die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, gibt’s 500 Euro Urlaubsgeld!

Kritik zum „Superpraktikant“

Die Aktion der ÖVP zum Superpraktikant wurde aus verschiedenen Gesichtspunkten kritisiert. Einerseits bekam der Praktikant kein Gehalt, sondern nur ein Urlaubsgeld für den anschließenden Urlaub in Höhe von 500€. Zusätzlich war es auch ein Gender-Thema, was bei der Neuauflage aus „Der Superpraktikant“ die „Superpraktikantin“ machte.

Quellen und weitere Infos:

Das Budgetloch in Österreich – 40.000.000.000€ ?

*Update – 15.11.2013 – 14:30* Laut salzburg.com gibt es von Kanzler und Vizekanzler schon eine Lösung für das Budgetloch. Gespart werden soll bei Familien, den Ländern und Pensionen, eine Steuerreform wird es nicht geben und zukünftig sollen weniger Beamte in den Dienst aufgenommen werden. Damit werden die größten Wahlversprechen der Nationalratswahl 2013 sozusagen in das Loch geworfen und sind somit Geschichte. 🙁

Budgetloch von krone.at

Budgetloch von krone.at

Seit gut einer Woche ist das österreichische Budgetloch ein riesen Thema in den Medien. Zuerst redete man von 40 Milliarden Euro, also 40.000.000.000 € oder 40.000 x eine Million Euro, dann „einigen“ sich Kanzler und Vizekanzler plötzlich auf 20 Miliarden Euro. Wie kann so etwas plötzlich auftauchen und wieder verschwinden?

Budgetloch vor der Nationalratswahl kein Thema?

Vor und während der Nationalratswahlen im September schien mit dem Staatshaushalt alles in bester Ordnung. Nachdem die braven Bürger gewählt haben, spricht man nun plötzlich von einem unerwarteten Budgetloch. Vor der Wahl wurde mehr Unterstützung in Bildung und Gesundheit groß hinausposaunt, aber inzwischen scheinen diese Versprechen unter anderem an dem Hypo Alpe Adria Problem zu scheitern.

Zuerst 40 Milliarden, dann 30, jetzt 20? Morgen 0?

Es ist ja schon erstaunlich, wie schnell sich solche Budget oder Finanzlöcher auftun können. Wir kennen das vom eigenen Konto. Am Monatsanfang ist alles noch in Butter und plötzlich fehlen mehrere tausend Euro und keiner weiß warum. Erschreckend genug, dass unsere Politiker anscheinend keine Ahnung haben, wie der Finanzhaushalt des Staates aussieht und sich entwickelt, umso schlimmer ist es nun, dass man diese Beträge einfach „herunterverhandeln kann“. Kanzler und Vizekanzler haben sich ja anscheinend einfach auf 20 Milliarden „geeinigt“. Das klingt nicht nur sehr unseriös, sondern ist aus vielen Sichten auch nur ein weiterer Tropfen auf dem heißen Politikstein, der aktuell in Österreich seinen Platz findet. Das Misstrauen in die Politiker wird dadurch nur gestärkt und immer mehr Bürger zu Wutbürgern.

Zurecht kommt die Kritik von den Oppositionsparteien

Auf anderen herumhacken ist immer einfach, wenn diese in Bedrängnis stehen. Das machen aktuell die Oppositionsparteien Grüne, FPÖ, Stronach, Neos usw… natürlich auch zu recht! Für die nächste Wahl ist dies auf jeden Fall ein starkes Zeichen – die „Großparteien“ ÖVP und SPÖ verlieren weiter an Vertrauen und Wählern und alle anderen Parteien profitieren davon.

Für den Bürger bleibt…

  • mehr Misstrauen an der Politik und den Politikern
  • …gleich wenig Transparenz über den Staatshaushalt wie zuvor
  • Unverständnis, wie das Ministerium für Finanzen und allen voran Frau Fekter anscheinend selbst so wenig Überblick über die Staatskasse haben
  • …diese Nachrichten so schnell wie möglich wieder zu vergessen, sich aufzurappeln, täglich arbeiten zu gehen um die Mietkosten bezahlen zu können, während sich die „Großen da oben“ mit ihrer Unwissenheit einen A… voll Geld verdienen.

Quellen und weitere Informationen:

Frauen verdienen mehr, Männer weniger!

Am 8. Oktober war der sogenannte Equal Pay Day – also der „Tag für gleichgestellte Verdienste/Löhne“. Jedes Jahr flamt hier die  gerechtfertigte Diskussion, warum Frauen weniger verdienen als Männer, wieder besonders stark auf.

Es wird langsam besser – Frauen verdienen mehr

Schaut man sich die Zahlen des Nettoverdienstes der österreichischen unselbstständig Erwerbstätigen der letzten Jahre bei Statistik Austria an, so zeigt sich ein leichter Trend zur Gleichberechtigung.

JahrGehalt FrauenGehalt Männer
1999 €        12.250,00 €        19.481,00
2011 €        15.932,00 €        24.016,00
Steigerung30,06%23,28%

Vergleicht man diese Steigerungen nun mit der österreichischen Inflationsrate, welche sich von 1999 bis 2011 auf etwa 25% kumuliert hat, so verdienten statistisch gesehen die Frauen 2011 um ca. 4-5% mehr als 1999 und die Männer im selben Zeitraum um etwa 1-2% weniger. D.h. sehr sehr langsam gleicht sich diese Ungleichheit aus. Sehr sehr langsam…

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